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Lehman Brothers. Aufstieg und Fall einer Dynastie

Packendes Schauspiel von Stefano Massini

2008 meldet die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Der größte Unternehmenscrash in der US-Geschichte erschüttert weltweit die Finanzmärkte.

Hamm - Der Name Lehman wird zum Symbol für die Finanzkrise. Doch wer kennt die Geschichte der Firma, der Menschen hinter dem Label?

Alles beginnt im September 1844: Heyum Lehmann, aus Rimpar in Bayern stammend, setzt erstmals seinen Fuß auf amerikanischen Boden. Hier beginnt eine neue Zeitrechnung für seine Familie. Als Henry Lehman eröffnet er einen kleinen Stoffladen in Montgomery, Alabama, bald folgen ihm seine beiden Brüder Emanuel und Mayer nach und über der Ladentür hängt fortan das Schild „Lehman Brothers“. Schnell wächst der Familienbetrieb - vom Baumwollhandel über Investitionen in andere Geschäftszweige bis schließlich zum Giganten an der Wall Street – am Ende ist aus dem einfachen Tuchladen in etwas über 150 Jahren ein Finanzimperium geworden.

Die Entstehung der New Yorker Börse, die Erfindung der Jeans, das Abenteuer Eisenbahn, der Bau des Panamakanals, Investitionen in Kriege, Erfolge der Unterhaltungsindustrie, erste Computer und mehr: 150 Jahre Zeitgeschichte im Spiegel von drei Lehman-Generationen. „Kapital gleich Lehman“ lautet die Devise. Fünf Schauspieler schlüpfen in verschiedenste Rollen und erzählen den Zuschauern die unglaubliche Erfolgsgeschichte, die am Ende zum Alptraum wird. Eine Mischung aus Erzählung und szenischem Spiel, temporeich, gespickt mit subtilem Humor. Am Sonntag, 18. November 2018, ist das packende Stück von Autor Stefano Massini in einer Inszenierung des Münchner a.gon Theaters um 19:30 Uhr im Kurhaus zu sehen. Wer ein bisschen mehr über die Hintergründe von Stück und Inszenierung erfahren möchte, ist herzlich zum Einführungsgespräch um 18:45 Uhr eingeladen.

Autor Massini hat drei Jahre lang recherchiert, Unmengen von Material zusammengetragen und in plastischen Szenen und poetischer Sprache ein präzises Abbild moderner Zeiten entworfen. Die Familien-Saga, die sich zugleich als Autopsie eines immer substanzloseren und abstrakteren Finanzkapitalismus lesen lässt, wurde 2013 in Paris uraufgeführt und mittlerweile mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

In den Untiefen des Kapitalismus: Karten für das spannende Theaterstück gibt es beim Kulturbüro der Stadt Hamm, allen Eventim-Vorverkaufsstellen und im Web-Shop unter www.hamm.de/kultur.


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