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Lebenslange Haft für tödliche Schüsse auf Finanzbeamten

Kieler Landgericht verurteilt Steuerberater

In Kiel ist ein Steuerberater zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er 2014 einen Finanzbeamten erschossen hatte. Zwischen dem Mann und der Behörde hatte es seit längerem Konflikte gegeben.

Wegen der Ermordung eines Finanzbeamten hat das Kieler Landgericht einen Steuerberater zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Es sei nach Ansicht des Gerichts eine heimtückische Tat gewesen, sagte eine Sprecherin nach der Urteilsverkündung.

Der 55-jährige Angeklagte hatte im September 2014 einen drei Jahre älteren Sachgebietsleiter des Finanzamts im schleswig-holsteinischen Rendsburg nach einem Streit in dessen Büro mit einer Pistole erschossen. Zwischen dem Mann und der Behörde hatte es seit längerem Konflikte gegeben.

Mit dem Urteil folgten die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die es nach der Beweisaufnahme als erwiesen angesehen hatte, dass der Angeklagte die Tat geplant hatte.

Der 55-Jährige hatte ausgesagt, die Waffe nur zufällig mit zu einem Termin in das Amt genommen zu haben, weil er sie nach dem Reinigen in seiner Kleidung vergessen hatte. An die Schussabgabe erinnert er sich demnach nicht. Sein Verteidiger plädierte auf eine Verurteilung wegen Totschlags und nannte kein Strafmaß.

© 2015 AFP


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