21.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Lebenslänglich für junge Frau nach Hungertod ihres Babys

Lebenslänglich für junge Frau nach Hungertod ihres Babys

22-Jährige feierte mehrtägige Party

Wegen Mordes hat ein Gericht eine 22-jährige Frau zu lebenslanger Haft verurteilt.

Soest - Die Frau habe ihr Kind grausam und aus niedrigen Beweggründen getötet, befanden die Richter nach Angaben einer Gerichtssprecherin in ihrem Urteil. Die Mutter hatte am späten Abend des 31. Oktober 2013 das dreieinhalb Monate alte Mädchen allein im Schlafzimmer der Wohnung in Soest zurückgelassen und war zu einer mehrtägigen Party nach Münster gefahren. Als die Mutter am 5. November in die Wohnung zurückkehrte, war das Kind tot.

Die Richter hielten es nach der Beweisaufnahme für erwiesen, dass die junge Frau den Tod ihres Babys billigend in Kauf genommen hatte. Sie habe aus Eigensucht gehandelt und gewollt, dass ihr Kind wegen mangelnder Versorgung stirbt - weil es ihrem bisherigen Leben im Weg gestanden habe. Die Strafkammer folgte mit ihrem Urteil dem Strafmaßforderung der Staatsanwaltschaft.

Die Verteidigung der Frau hatte hingegen am letzten Prozesstag auf fahrlässige Tötung plädiert. Die 22-Jährige hatte in dem Verfahren zwar zugegeben, das Mädchen tagelang alleine gelassen zu haben. Dies sei aber nicht geplant gewesen. Vielmehr habe sie ursprünglich nur eine Nacht wegbleiben wollen, dann aber wegen Drogenkonsums bei der Party das Zeitgefühl verloren.

(xity, AFP)


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