Lauterbach verteidigt Ausschluss von flächendeckenden Lockdowns

"Mit dem arbeiten, was juristisch möglich ist"

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat den Ausschluss von flächendeckenden Lockdowns im Rahmen des neuen Infektionsschutzgesetztes verteidigt.

Berlin - "Man muss mit dem arbeiten, was juristisch möglich ist", sagte Lauterbach am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Die Juristen fast aller Parteien hätten vorgetragen, dass flächendeckende Lockdown nicht mehr möglich seien, da schon so viele geimpft sind.

Lokale Lockdowns seien jedoch weiterhin möglich - und wie in Sachsen, auch schon ergriffen worden, fügte der SPD-Politiker hinzu. Lauterbach verteidigte das am Mittwoch in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz. Das Gesetz könne noch keine Wirkung gezeigt haben, weil es jetzt erst beginne. "So ein Gesetz braucht zehn Tage, um Wirkung zu zeigen", sagte Lauterbach.

Der SPD-Politiker sprach sich zudem dafür aus, weiter über eine Impfpflicht zu diskutieren. "Wir können aus meiner Sicht langfristig auf eine Impfpflicht nicht verzichten", sagte Lauterbach. Die aktuelle Lage sei "prekär".

(xity, AFP)