16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Laschet glaubt nicht an Wahl von Spahn zum CDU-Parteichef

Laschet glaubt nicht an Wahl von Spahn zum CDU-Parteichef

Kritik an Bundesgesundheitsminister wegen Debatte um UN-Migrationspakt

NRWs Ministerpräsident Armin Laschet geht nicht davon aus, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Dezember beim Bundesparteitag der CDU in Hamburg als Parteichef durchsetzen wird.

Berlin - "Ich rechne damit, dass es zu einem Zweikampf zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz kommt", sagte Laschet in einer Diskussionsrunde des Kölner Presseclubs, über die der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe) berichtet.

Der Versuch Spahns, sich vor dem Parteitag durch die Kritik am UN-Migrationspakt zu profilieren, sei nicht der richtige Weg, kritisierte Laschet. "Ich halte es für falsch, über UN-Dokumente beim CDU-Parteitag eine künstliche Debatte zu entfachen."

Laschet, der auch Vorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen ist, fügte hinzu, er halte Spahn für einen "guten Gesundheitsminister" und habe ihn dabei unterstützt, Mitglied der Bundesregierung zu werden. Der NRW-Landesverband der CDU hatte auf eine Wahlempfehlung verzichtet.

Spahn, der auch dem NRW-Landesverband angehört, hatte wiederholt die Migrationspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Frage gestellt. Zuletzt drang er entgegen der Haltung der Bundesregierung auf eine Abstimmung über den UN-Migrationspakt beim CDU-Parteitag.

Dort will Spahn ebenso wie Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Ex-Fraktionschef Friedrich Merz für den Parteivorsitz kandidieren. Umfragen zufolge hat der Gesundheitsminister allerdings nur geringe Chancen.

(xity, AFP)


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