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Langjährige Haft und Sicherungsverwahrung für pädophilen Kinderarzt

Mediziner soll 21 Jungen missbraucht haben

Wegen des schweren Missbrauchs von Jungen ist ein Kinderarzt zu einer Haftstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten sowie Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Augsburg - Das Landgericht Augsburg sprach ihn am Donnerstag schuldig, 21 Jungen missbraucht zu haben. Es verhängte zudem ein lebenslanges Berufsverbot. Der Mediziner hatte bereits zum Prozessauftakt im November ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Das Gericht blieb mit dem Urteil etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die laut einem Gerichtssprecher für eine Strafe von 14 Jahren und sechs Monaten sowie Sicherungsverwahrung plädiert hatte. Die Verteidigung hatte demnach eine Strafe von neun Jahren und die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik gefordert.

Der 41-Jährige soll jahrelang Jungen missbraucht haben. Er hatte an Kliniken in Bayern und in Hannover gearbeitet und war ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz tätig. Der Arzt soll seine Opfer zum Teil narkotisiert haben, um sie wehrlos zu machen und ihre Erinnerung zu löschen.

Aufgeflogen war der Mann nach einem Missbrauchsfall in Garbsen bei Hannover im August vergangenen Jahres. Dort soll er einen fünfjährigen Jungen entführt, betäubt, missbraucht und dann das weinende und durch die Medikamente benommene Kind ausgesetzt haben. Im Zuge der folgenden Ermittlungen des bundesweit beachteten Falls kam die Polizei zwei Monate später auf die Spur des Mediziners und konnte ihn festnehmen.

(xity, AFP)


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