Lammert sieht mögliches Sterbehilfe-Gesetz skeptisch

Bundestagspräsident bezweifelt Notwendigkeit von Gesetz

Bundestagspräsident Norbert LammertÂÂ(CDU) hat sich skeptisch über ein mögliches Gesetz zur Regelung der Sterbehilfe geäußert.

Berlin - "Ich bin sehr unsicher, ob wir dafür überhaupt eine gesetzliche Regelung brauchen", sagte Lammert dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Am Ende könnten gut gemeinte Versuche, diese extrem individuelle Lebenssituation durch standardisierte gesetzliche Regelungen verlässlich zu organisieren, mehr Schaden als Nutzen stiften. Es könne deshalb vernünftiger sein, kein Gesetz zu machen, sagte der Bundestagspräsident.

Bundestagsabgeordnete arbeiten derzeit an einem Gruppenantrag zur Sterbehilfe, der unter anderem von Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) und den stellvertretenden SPD-Fraktionschefs Carola Reimann und Karl Lauterbach getragen wird. Durch eine neue Bestimmung könnte es todkranken Patienten künftig erlaubt werden, bei schwerer, unheilbarer Krankheit mithilfe eines Arztes aus dem Leben zu scheiden. Ein neues Gesetz könnte im Frühjahr 2015 vom Bundestag beschlossen werden. Bei der Abstimmung im Parlament soll es keinen Fraktionszwang geben.

(xity, AFP)