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Lagarde: Viel Arbeit zur Lösung der Griechenlandkrise

Auftakt des G-7-Finanzministertreffens in Dresden

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sieht die Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für das pleitebedrohte Griechenland noch nicht vor dem Abschluss.

Dresden - "Es ist immer noch sehr viel Arbeit, die getan werden muss", sagte Lagarde im ARD-"Morgenmagazin". In den vergangenen Wochen habe es "ganz eindeutig" Bewegung gegeben, "handfeste Ergebnisse" seien aber noch nicht erreicht worden. Lagarde wies zudem Vorwürfe aus Athen zurück, der IWF würde die Diskussionen verkomplizieren. Ihre Organisation arbeite "ausgeglichen und respektvoll", sagte sie.

Die IWF-Chefin nimmt derzeit am Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G-7 in Dresden teil. Die Griechenlandkrise ist offiziell nicht Thema. Allerdings sind neben Lagarde auch der EZB-Chef Mario Draghi, Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem und EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici in Dresden vor Ort.

Zudem zeigten sich vor Beginn der Beratungen bereits mehrere nicht-europäische G-7-Länder über die anhaltende Griechenlandkrise besorgt. "Alle müssen einen Zahn zulegen" und eine Lösung finden, mahnte US-Finanzminister Jack Lew am Mittwoch vor seiner Abreise aus London nach Dresden. Sein kanadischer Kollege Joe Oliver sagte, die immer noch ungelöste Griechenlandkrise verschärfe die Risiken, die auf der immer noch anfälligen Weltwirtschaft lasteten.

Das G-7-Finanztreffen hatte am Mittwochabend mit einer Zeremonie in der Frauenkirche in Dresden begonnen, die während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört worden war und nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut wurde. Offizielle Themen der Beratungen sind Strategien für dauerhaftes Wachstum, eine bessere Zusammenarbeit in der Steuerpolitik und die Regulierung der Finanzmärkte. Am Rande kommen aber auch die Finanzlage in der Ukraine und mögliche Finanzhilfen für das Anfang Mai von einem Erdbeben zerstörte Nepal auf den Tisch.

Zu den G-7-Ländern gehören die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Die Finanzminister und Notenbankgouverneure bereiten in Dresden unter dem Vorsitz Deutschlands den G-7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Elmau vor.

(xity, AFP)


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