Länder machen Weg für Jugendkanal von ARD und ZDF frei

Auf Internet beschränktes Angebot für junge Leute

Junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sollen wieder enger an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gebunden werden.

Potsdam - Die Regierungschefs der Länder haben ARD und ZDF beauftragt, ein auf das Internet beschränktes Jugendangebot zu schaffen. Die Ministerpräsidenten seien sich einig, dass junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren wieder enger an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gebunden werden müssten, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach Abschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Potsdam. Als möglichen Startzeitpunkt nannte er 2016.

Die Kosten sollen jährlich 45 Millionen Euro nicht überschreiten und durch die Schließung der Digitalkanäle EinsPlus (ARD) und ZDF Kultur erwirtschaftet werden. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD) sagte, der Onlinezugang für das neue Angebot sei jugendgemäß.

Möglich seien Hörfunk- und Fernsehstreaming sowie Onlineforen. Es solle keine Beschränkung bei den Zugangszeiten geben. Die Ministerpräsidenten sprachen sich zudem für eine möglichst schnelle Versteigerung von Frequenzen der sogenannten digitalen Dividende durch den Bund aus, die durch die Abschaltung des analogen Fernsehens frei geworden waren. Die digitale Dividende müsse für den Breitbandausbau genutzt werden, sagte Dreyer.

(xity, AFP)