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Kunstmuseen Krefeld zeigen neue Ausstellung

Kostenlose Führung für Lehrer und Erzieherinnen

Die Krefelder Kunstmuseen Haus Lange Haus Esters zeigen ab Sonntag, 6. April, die Ausstellung "Living in the material World", in der zwölf Künstler mit 25 Objekten vertreten sind, deren bildnerisches Denken vor allem durch Materialität bestimmt wird.

Krefeld - Museumspädagoge Thomas Janzen bietet zu der Ausstellung am Dienstag, 8. April 2014, zwischen 17 und 19 Uhr eine kostenlose Führung für Lehrer und Erzieherinnen an. Wir sprachen mit ihm über das Angebot für Lehrer und Schulen.

Frage: Worin besteht der Reize, die Kunstmuseen Krefeld mit der Schulklasse zu besuchen? Gibt es unterschiedliche Angebote für Grund- und weiterführende Schulen?

Thomas Janzen: Ein besonderer Reiz besteht sicher in der Kombination von Kunstbetrachtung und eigenem praktischen Tun und Ausprobieren. Die Schüler können dabei grundlegende Erfahrungen mit internationaler Kunst machen. Das Erlebnis vor dem Original ist unersetzbar. Da zurzeit das Kaiser-Wilhelm-Museum noch geschlossen ist, konzentriert sich unser Angebot auf die Wechselausstellungen in den Museen Haus Lange und Haus Esters.

Frage: Gibt es unterschiedliche Angebote für Grund- und weiterführende Schulen?

Thomas Janzen: Die neue Ausstellung beschäftigt sich mit der Bedeutung des Materials in der heutigen Kunst. Gruppen aller Jahrgangsstufen, von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II, werden altersgerechte Führungen und Workshops angeboten. So wird der Ausstellungsbesuch didaktisch durch Arbeitsblätter, Rätselaufgaben, Parallelmaterialien zu den Ausstellungsstücken und Spiele begleitet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in kleinen Gruppen einfache Techniken mit Materialien wie Papier, Pigmenten, Ton und Kunststoffen kreativ nachzuvollziehen.

Frage: Aus Ihrer Erfahrungen, woran haben die Kinder und Jugendlichen besonderen Spaß und Interesse?

Thomas Janzen: Jüngere Schüler sind in der Regel leicht zu faszinieren. Sie erkunden gerne möglichst viele Kunstwerke, lassen sich auf Rätsel und Spiele ein und sprechen über die Kunstwerke in der Gruppe. Jugendliche mögen es dagegen, auch mal eine Zeit lang in Ruhe gelassen zu werden. Wir bilden dann zum Beispiel Kleingruppen, die bestimmte Aufgaben bekommen, die im Team zu lösen sind. Die Schüler erhalten dadurch die Gelegenheit, sich über Kunstwerke auszutauschen, ohne, dass ständig der Pädagoge oder Lehrer daneben steht. Wenn es dann später darum geht, Fakten und Meinungen in die große Runde einzubringen, ist das erste Eis schon gebrochen.

Frage: Welches Programm bieten die Kunstmuseen Krefeld für Schulklassen an?

Thomas Janzen: Für Veranstaltungen mit Kinder- und Schülergruppen bietet gerade die Ausstellung "Living in the Material World“ zahllose Anknüpfungspunkte. Fragen der Materialkunde und der handwerklichen und technischen Herstellung machen es in besonderem Maße möglich, den Ausstellungsbesuch in den Unterricht zu integrieren. So baut beispielsweise der Berliner Künstler Michael Beutler in der großen Halle des Hauses Esters eine Werkstatt aus selbstgebauten Maschinen, Werkstücken und einem Lager auf, an der Produktionsabläufe direkt nachvollzogen werden können. Eine Besonderheit dieser Werkstatt besteht darin, dass es sich bei dem Material, das hier sowohl bei der Herstellung der Maschinen als auch bei dem, was die Maschinen herstellen verwendet wurde, um Papier handelt. Das weitere Spektrum der Materialien reicht von Keramik und Metall bis zu Styropor oder farbigem Kunststoff. Dabei werden verschiedene Umgangsweisen mit den Materialien erlebbar, die etwa durch spezielle Brenn- und Glasurtechniken oder durch die Art des Farbauftrags, zu einem besonderen Materialausdruck führen können. Schulklassen und anderen Kindergruppen bieten wir neben Überblicksrundgängen Schwerpunkveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen an, beispielsweise "Material und Konstruktion“, wo der bauliche Aspekt des Materials in den Vordergrund rückt.

Frage: Dürfen die Schüler Objekte auch anfassen? Auf welche Weise können die Schüler Materialien erfahren?

Thomas Janzen: Angefasst werden, dürfen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen leider nicht. Wir haben aber einige, der in den Arbeiten verwendeten Materialien vor Ort, mit denen auch entsprechende taktile Erfahrungen gemacht werden können. Besonders mit jüngeren Schülern kommen sie auch bei Tast- und Zuordnungsspiele zum Einsatz.

Frage: Welches Angebot haben die Kunstmuseen Krefeld für Lehrer und Lehrerinnen im Rahmen von aktuellen Ausstellungen?

Thomas Janzen: In der ersten Ausstellungswoche bieten wir eine kostenlose Führung für Lehrer und Erzieherinnen an. Bei dieser Führung wird neben der Ausstellung selbst auch das didaktische Programm eingehend vorgestellt. Darüber hinaus besteht für Lehrerkollegien und andere Multiplikatorengruppe natürlich die Möglichkeit, eine spezielle Führung oder einen Workshop bei uns zu buchen.

Eine Anmeldung für die kostenlose Führung für Lehrer und Erzieherinnen am Dienstag, 8. April 2014, zwischen 17 und 19 Uhr ist unter der Telefonnummer 02151 97558111 oder per E-Mail kunstmuseen@krefeld.de möglich. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.kunstmuseenkrefeld.de.


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