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Kunst von 1945 bis heute

Kunstmuseen veröffentlichen Bestandskatalog

Die Kunstmuseen haben ihren Bestandkatalog "Das Abenteuer unserer Sammlung. Kunst nach 1945 aus den Kunstmuseen Krefeld" vorgestellt.

Krefeld - In den vergangenen vier Jahren arbeiteten Museumsleiter Dr. Martin Hentschel, seine Stellvertreterin Dr. Sylvia Martin sowie Dr. Magdalena Holzhey, Sebastian Köhler und Thomas Janzen gemeinsam mit 23 Fachautoren an dem 560 Seiten umfassenden "Opus Magnum". "In der langen Museumsgeschichte ist zum ersten Mal ein Katalog in diesem Umfang erschienen", freut sich Hentschel, dessen Amtszeit in diesem Jahr endet. Der in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erschienene Katalog wird zur Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums am Samstag, 2. Juli, im Museumsshop angeboten.

Nach einer Einführung in die Nachkriegsgeschichte des Hauses werden ausgewählte Kunstwerke chronologisch in 140 wissenschaftlichen Texten präsentiert. "Mit dieser Chronologie soll sich auch die Kunstgeschichte vor dem Hintergrund unserer Sammlung widerspiegeln", sagt Martin. Ein alphabetisch geordnetes Werkverzeichnis stellt alle 788 Werke der Sammlung aus der Zeit nach 1945 mit Bild und Angaben kurz vor. Ausgenommen seien hier die grafischen Arbeiten auf Papier, so Hentschel. Zwar existierte im Museum eine Bestanderfassung, doch seien dabei Kunstwerke in den vergangenen Jahrzehnten nicht immer mit denselben Angaben erfasst worden. "Bei den rund 800 Werken mussten wir so von Grund auf anfangen, um eine Einheitlichkeit herzustellen", sagt Hentschel. Deswegen wurden alle Objekte, Gemälde und Forografien aus dem Depot geholt und ausgepackt, um diese unter anderem neu, zum Teil erstmals, zu vermessen. Zwischen 70 und 80 Prozent sind neu fotografiert worden. "In diesem Werk steckt viel Teamarbeit", betont der Museumsleiter.

Neue Erkenntnisse über Kunstwerke
Bei den umfangreichen Recherchen kamen auch neue Forschungserkenntnisse zutage. "Wir konnten beispielsweise eine sehr frühe Arbeit von Dan Flavin neu datieren", so Holzhey. Das Werk "Untitled 1964"sei fünf Jahre eher entstanden als bislang gedacht. Auch die konkrete und detaillierte Betrachtung und Untersuchung der Werke erbrachte wissenswerte Neuigkeiten. Im Innern des Kunstwerks von John Chamberlain hat Martin die Automarke eines der vier Wrackteile herausgefunden, was bislang nicht bekannt war. "Das sind kleine Entdeckerfreuden. So kamen viele Kleinigkeiten zusammen, die in die Texte eingeflossen sind", sagt Martin. Der Abschnitt mit den wissenschaftlichen Beiträgen endet mit der Vorstellung neuer Kunstwerke im Bestand der Kunstmuseen von Fabian Marcaccio, Michael Craig-Martin, Albert Hien und David Reed.


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