Kriminalitätsentwicklung für 2015 vorgestellt

Polizei Düsseldorf verzeichnet 84.260 Straftaten

Weniger Straftaten, leichter Anstieg der Aufklärungsquote, Anstieg der Wohnungseinbrüche, weniger Raubdelikte und erneut Erfolge bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität sind die Eckpfeiler der Kriminalitätsentwicklung in der Landeshauptstadt 2015.

Düsseldorf - Im Jahr 2015 wurden beim Polizeipräsidium Düsseldorf 84.260 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr (86.071Straftaten) ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle um 1.811 oder 2,10 Prozent zurückgegangen.

Bei der Aufklärungsquote ist 2015 ein Anstieg um 0,98 Prozentpunkte von 42,25 Prozent auf nunmehr 43,23 Prozent zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote wird im Wesentlichen durch den Anteil der Diebstahlsdelikte an der Gesamtkriminalität bestimmt. Mit Ausnahme des Ladendiebstahls werden selbst bei hohem Personaleinsatz in diesem Delikts-feld in der Regel geringe Aufklärungsquoten erzielt.

Der Anteil des Diebstahls an der Gesamtkriminalität liegt im Bereich des PP Düsseldorf mit 52,62 Prozent (2014: 52 Prozent) deutlich über dem Landeswert (Land NRW 2014: 44,5 Prozent).

Besonders wirkt sich der für NRW hohe Anteil auswärtiger bzw. durchreisender und damit schwerer zu ermittelnder Täter aus. 57,59 Prozent (Vorjahr: 50,70 Prozent) aller ermittelten Tatverdächtigen hatten im vergangenen Jahr ihren Wohn-sitz nicht in Düsseldorf.

Der Wohnungseinbruchdiebstahl stieg um 616 (24,72 Prozent) auf 3.108 Fälle. Der Versuchsanteil lag bei 44,21 Prozent (=1.374 Fälle). Dies bedeutet, dass in 1.734 Fällen der oder die Täter in das Objekt gelangten und Gegenstände ent-wendeten. Hier zeigt sich erneut die Wichtigkeit von Prä-vention in diesem Deliktsbereich. Die Aufklärungsquote mit jetzt 9,43 Prozent reduzierte sich um 0,40 Prozentpunkte.

Beim Raub und der räuberischen Erpressung ist eine Fallzahlensenkung zu verzeichnen. Mit 808 Fällen gingen die Straftaten um 108 Delikte (-11,79 Prozent) zurück. Die Auf-klärungsquote liegt bei 31,56 Prozent.

In 2015 reduzierten sich die sonstigen Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen um 44 auf 539 Fälle. Die Aufklärungsquote verringerte sich leicht um 2,37 Prozentpunkte auf 23,19 Prozent.

Die Fälle des Handtaschenraubes reduzierten sich um 14 auf 36 Fälle. Die Aufklärungsquote stieg leicht um 6,67 Prozentpunkte auf 16,67 Prozent. Von den insgesamt 37 Opfern waren 11 Personen älter als 60 Jahre

Bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität sind durch die enge Verzahnung mit Stadt und Justiz weitere Erfolge zu verzeichnen. Die Zahl der ermittelten Mehrfachtatverdächtigen unter 21 Jahren hat sich zum Vorfahr (938) in 2015 (788) erneut deutlich reduziert. Auch die Zahl der jugendlichen Intensivtäter ist von 87 auf 71 gefallen.

Die Fallzahlen beim Taschendiebstahl stiegen im Jahr 2015 um 464 (5,70 Prozent) auf insgesamt 8.605 Fälle. Die Aufklärungsquote stieg leicht um 0,39 Prozentpunkte auf 5,45.

Es wurden 2.355 Gewalttaten zur Anzeige gebracht, 158 Delikte weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote ver-besserte sich auf 1,02 Prozent.