Kretschmann will noch diese Woche Sondierungsgespräche führen

Treffen mit SPD, FDP und CDU geplant

Nach dem Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg will Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch in dieser Woche erste Sondierungsgespräche führen.

Stuttgart - Kretschmann kündigte am Montag in Stuttgart an, SPD, FDP und CDU für Mittwoch zu Sondierungsgesprächen einzuladen. Die Grünen können rechnerisch eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP oder ein grün-schwarzes Bündnis bilden.

Bei der Landtagswahl am Sonntag waren die Grünen mit dem im Land äußerst beliebten Ministerpräsidenten Kretschmann mit 30,3 Prozent stärkste Kraft vor der CDU mit 27,0 Prozent geworden. Eine Fortsetzung der bisherigen grün-roten Koalition ist aber nicht möglich, weil die SPD auf 12,7 Prozent abstürzte. Die AfD kam bei der Wahl als drittstärkste Kraft auf 15,1 Prozent, die FDP auf 8,3 Prozent.

Neben einem grün-schwarzen Bündnis und einer Ampel-Koalition ist in Baden-Württemberg auch eine so genannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP möglich. Die Union will auch die Möglichkeit dafür ausloten. Gespräche mit der AfD lehnen alle anderen Parteien ab.

Kretschmann machte erneut deutlich, dass er den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Grünen sieht. Die Wahl sei ein Votum dafür, dass er und seine Partei die Regierungsbildung in die Hand nehmen sollten, sagte der Ministerpräsident. Es sei nun wichtig, "eine stabile und solide Regierung zu bilden".

Kretschmann wollte sich aber nicht festlegen, welche Option er vorrangig anstrebt. Er habe erstmal keine Präferenzen. "Vorfestlegungen halte ich nicht für sinnvoll", sagte der Ministerpräsident.

(xity, AFP)