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Krefelds Wälder erholen sich langsam

Waldzustandsbericht aus dem Jahr 2013

Nach dem Umweltausschuss hat nun auch der Landschaftsbeirat den Waldzustandsbericht der Verwaltung mit den Daten aus dem Jahr 2013 zur Kenntnis genommen.

Krefeld - Aus den Zahlen lässt sich für den Krefelder Kommunalwald eine Verbesserung der Situation ablesen. Vor allem die Zahl der Bäume ohne Schadensmerkmale ist gestiegen, allerdings nicht bei allen Baumarten. Der Trend ist gegenläufig zu den Zahlen für das Land Nordrhein-Westfalen, wo der Anteil an nicht geschädigten Bäumen insgesamt abgenommen hat.

Grund für diese Entwicklung ist der hohe Anteil der Baumart Buche in Krefeld, deren Erholung sich weiter fortgesetzt hat. Der höhere Nadelholzanteil im Landeswald, insbesondere der schlechte Zustand der Kiefer, führt zu den deutlichen Unterschieden zwischen den Ergebnissen des Landeswaldes und des Krefelder Kommunalwaldes. In Krefeld herrscht vorwiegend Laubwald vor.

Bei den Eichen fällt die Verbesserung des in Krefeld allgemein sehr schlechten Zustandes aber nur sehr gering aus. Stadtförster Arno Schönfeld-Simon bestätigte dem Gremium, dass praktisch keine Eiche in Krefeld als völlig gesund (ohne Schadensmerkmale) eingestuft werden kann. Deutliche Änderungen seien hier auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten, da ein Rückgang der für die Eichen so schädlichen Insekten – wenn überhaupt – nur sehr langsam vonstatten gehen werde. Wie im Vorjahr leiden die Eichen unter dem Befall von Eichenwicklern und Prachtkäfern. Letztere sollen durch saubere Waldwirtschaft wie das Entfernen von kranken Bäumen und Totholz in ihrem Bestand dezimiert werden. Der Anteil der Eichen mit schwachen Schäden liegt bei 25 Prozent, deutliche Schäden haben 75 Prozent. Mehrere tote Eichen, die jedoch nicht zum Erhebungsumfang zählten, wurden im Wald festgestellt. Die Zahlen in NRW liegen bei 37 Prozent mit leichten Schäden und 54 Prozent mit deutlichen Schäden. Den Krefelder Eichen geht es also deutlich schlechter als im Landesdurchschnitt.

Nach einer leichten Entspannung im Vorjahr hat sich die Situation bei der Roteiche wieder verschärft. Dies stützt die vorhandenen Planungen für die sukzessive Entnahme der Baumart im Stadtwald und im Forstwald. Sofern keine Naturverjüngung aus Bergahorn und Buche die frei werdenden Flächen übernimmt, wird vor allem mit diesen beiden an die vorherrschenden Bedingungen besser angepassten Baumarten die neue Waldgeneration begründet.

Die festgestellte leichte Erholung soll weiterhin durch saubere Waldwirtschaft und die bewährte Bodenverbesserung durch Kalkungen unterstützt werden.


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