Krefeld tritt dem Deutschen Riga-Komitee bei

Krefelder und Juden wurden im Baltikum ermordet

Die Stadt Krefeld ist als 50. Mitgliedsstadt dem Deutschen Riga-Komitee beigetreten. Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus mit Oberbürgermeister Gregor Kathstede und Regierungspräsidentin Anne Lütkes wurde die Mitgliedsurkunde überreicht.

Krefeld - Kathstede dankte ausdrücklich dem Förderverein der NS-Dokumentationsstelle Krefeld, der Verein Villa Merländer, der den Beitritt sowohl angestoßen als auch finanziell unterstützt hat. Aus dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches wurden vom November 1941 bis zum Winter 1942 in circa 28 Transporten mehr als 25 000 jüdische Männer, Frauen und Kinder in den baltischen Raum, in erster Linie nach Riga, deportiert. Am 10. Dezember 1941 waren mehr als 140 Krefelder und Hülser Juden darunter, wurden unter grauenvollen Umständen über Düsseldorf nach Riga verschleppt und dort in einem Wald ermodert.

Zur Zeit der Sowjetunion geriet dieses Verbrechen in Vergessenheit. "Kein noch so lauter Schrei des Entsetzens kann das unerträgliche Leid und den Tod vieler Tausend Menschen rückgängig machen“, so Kathstede. Das Deutsche Riga-Komitee im Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge erinnert seit 2001 an die Massenhinrichtung mit 5000 Granitstelen und einer Kapelle am Ort des Verbrechens. "Mit unserem Beitritt zum Deutschen Riga-Komitee bekennen wir uns zu der besonderen Verantwortung, die Erinnerung und das Gedenken an die ermordeten Bürgerinnen und Bürger unserer Städte über Generationen hinweg weiterzutragen und zu bewahren“, sagte Kathstede.


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