Krefeld investiert in Kitas und Schulen

Konzept "Krefeld macht Schule"

Mit dem Konzept „Krefeld macht Schule" setzt sich die Stadt für die Modernisierung und Digitalisierung aller Schulen in Krefeld ein.

Krefeld - Dafür stehen allein zwischen 2018 und 2022 rund 143 Millionen Euro zur Verfügung, teils aus den Förderprogrammen „Gute Schule 2020" und KInvFöG, aber vor allem aus eigenen Haushaltsmitteln. „Zwei Drittel dieses Geldes, nämlich rund 93,3 Millionen Euro, haben wir bereits in Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten an Krefelder Schulen investiert", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. Für eine Kommune von der Größe Krefelds sei eine derartige Investition in Bildungseinrichtungen ein „echtes Ausrufezeichen". „Das zeigt, wir machen nicht nur schöne Pläne, die dann in Schubladen landen, sondern diese Pläne werden zu Gebäuden, die den Kindern in unserer Stadt zugutekommen", betont der Oberbürgermeister. Das Gleiche gilt für die Kindertageseinrichtungen: Hier hat die Stadt in den vergangenen Jahren weitere 42 Millionen Euro eingesetzt.

Drei neue Kindertagesstätten nach dem gleichen Bauplan

Einer dieser Kita-Neubauten ist in den vergangenen Monaten an der Cäcilienstraße für rund 6,15 Millionen Euro entstanden. „Das Gebäude ist kein Unikat. Ein gleicher Bau wurde am Appellweg errichtet, ein weiterer wird an der Randstraße gebaut. Es ist ein gutes Konzept, das wir für andere Orte kopieren", sagt Baudezernent Marcus Beyer. Das Gebäude neben dem Hülser Wasserturm besteht aus einem zweigeschossigen und einem eingeschossigen Trakt, welche über einen Verbindungsgang miteinander verbunden sind. Die Kita Cäcilienstraße wurde in Holzrahmenbauweise mit begrünten, flach geneigten Dächern errichtet. Künftig können dort 110 Kinder betreut werden. Neben den Gruppen- und Schlafräumen haben sie die Möglichkeit, ihren Spiel- und Bewegungstrieb in thematischen Räumen auszuleben. So gibt es unter anderem einen Forscher- und Theaterraum, eine Holzwerkstatt sowie einen ruhigen Lesebereich. „Hier kann man sehen, wie pädagogische Ideen in eine bauliche Umsetzung fließen", sagt Stadtdirektor und Jugenddezernent Markus Schön.

In Krefeld sind zwischen 2015 und 2020 mehr als 1.000 neue Betreuungsplätze in Kitas geschaffen worden. Für die Drei- bis Sechsjähren habe die Stadt inzwischen eine Betreuungsquote von 93,6 Prozent erreichen können. „Unser Ziel ist hier 100 Prozent. Deswegen müssen wir stetig weiterbauen", so Schön. Das wird in den kommenden zwei Jahren am Weidenröschenweg, an der Ritterstraße, der Dürerstraße und der Randstraße erfolgen. An diesen vier neuen Standorten können dann insgesamt 15 neue Gruppen eingerichtet werden. Die Gesamtbaukosten betragen rund 18 Millionen Euro. Für die Standorte Neuer Weg, Fischeln Süd-West und Emil-Schäfer-Straße laufen derzeit Vorbereitungen für Investorenlösungen.

Trotz Corona und steigender Kosten für Baumaterial konnte das bei den Kita- und Schulprojekten federführende Zentrale Gebäudemanagement (ZGM) den Zeit- und Kostenrahmen weitgehend einhalten. Bei der Bearbeitung orientiert sich das ZGM für die Schulen an einer Maßnahmenliste, die einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung unterliegt. Somit können Synergien geschaffen, es kann aber auch auf aktuelle Bedarfe reagiert werden. „Neben den Neubauten von Schulen haben wir seit 2018 alleine rund 38,7 Millionen Euro in Schulsanierungen investiert", sagt ZGM-Betriebsleiter Rachid Jaghou. Mit den Mitteln konnten über 290 Klassenräume, mehr als 130 weitere Innenräume wie Büros, Flure und Aulen, über 40 Sanitäranlagen sowie 13 naturwissenschaftliche Unterrichts- oder Vorbereitungsräume saniert werden. Zudem wurden Gelder für den Brandschutz, die energetische Sanierung und Digitalisierung eingesetzt.

Gute Fortschritte bei den Schulen

Von der Liste der Schulneubauten konnte inzwischen die Geschwister-Scholl-Schule in Oppum gestrichen werden. Der Erweiterungsbau inklusive Mensa wurde nach den Osterferien 2021 in Betrieb genommen. Die Kosten betrugen 5,4 Millionen Euro. Gleiches gilt für die Regenbogenschule an der Gladbacher Straße, wo in einem Neubau elf Klassenräume entstanden sind. Seit Mai wird in den Räumen unterrichtet. Die Kosten betrugen 4,7 Millionen Euro. Kurz vor der Fertigstellung befindet sich die Grundschule an der Sollbrüggenstraße. Für 5,2 Millionen Euro wurde die Schule um einen Klassentrakt einschließlich Mensa erweitert. Auch die Erweiterung der Gesamtschule um einen Oberstufentrakt an der Robert-Jungk-Gesamtschule in Hüls wurde fertiggestellt. Die Kosten betrugen neun Millionen Euro. Noch im Bau befinden sich die Gesamtschule Oppum (rund 23 Millionen Euro), die Prinz-Ferdinand-Schule (rund 15 Millionen Euro) und vor dem Abschluss der Planungsphase das „Haus der Bildung" (rund 49 Millionen Euro).