20.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kramp-Karrenbauer sieht im Unionsstreit um die Flüchtlingspolitik nur Verlierer

Kramp-Karrenbauer sieht im Unionsstreit um die Flüchtlingspolitik nur Verlierer

CDU-Generalsekretärin fordert Aufarbeitung in beiden Schwesterparteien

Der Asylstreit in der Union hat nach den Worten von CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer bei CDU und CSU Verletzungen hinterlassen.

Berlin - "Die Art und Weise, wie wir gestritten haben, lässt am Ende nur Verlierer zurück", sagte Kramp-Karrenbauer der "Rheinischen Post" von Samstag. In einer Parteienfamilie, die sich selbst als bürgerlich bezeichne, schlage ein solcher Konflikt viel negativer zu Buche als bei anderen Parteien.

"Das hat uns allen miteinander geschadet", sagte Kramp-Karrenbauer. Das schlage sich in den Umfragen für die CSU, aber auch für die CDU nieder. Die Krise habe "Verletzungen hinterlassen und Friktionen". Die CDU-Generalsekretärin kündigte an: "Darüber müssen wir auch noch einmal sprechen, und das müssen wir in den beiden Parteien auch noch einmal aufarbeiten."

Der gut vierwöchige Streit zwischen CDU und CSU über die Asylpolitk hatte die große Koalition nach nur rund hundert Tagen an den Rand ihrer Existenz gebracht.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Zurückweisung bestimmter Flüchtlinge an der deutschen Grenze gefordert und wollte dies im Zweifel auch im nationalen Alleingang durchsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnte dies ab und verwies dabei auf ihre Richtlinienkompetenz als Kanzlerin. Über die Frage entzündete sich ein heftiger Streit in der Union, der von Seiten Seehofers und seiner Partei in teilweise ungewöhnlich hartem Ton geführt wurde.

(xity, AFP)


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