19.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kramp-Karrenbauer sieht CDU-Vorsitz nicht mit Kanzlerkandidatur verknüpft

Kramp-Karrenbauer sieht CDU-Vorsitz nicht mit Kanzlerkandidatur verknüpft

Auch Spahn nun offiziell als Kandidat für Merkel-Nachfolge nominiert

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht den CDU-Vorsitz nicht automatisch mit der nächsten Kanzlerkandidatur verknüpft.

Berlin - "Wenn man für den CDU-Vorsitz kandidiert, muss man immer auch die Möglichkeit einer Kanzlerkandidatur mitdenken. Aber zuerst einmal steht der Parteivorsitz für sich alleine", sagte sie den Zeitungen der "Funke"-Mediengruppe vom Samstag. Nach Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz wurde auch Jens Spahn offiziell als Kandidat für die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze nominiert.

Eine CDU-Vorsitzende werde "immer ein gewichtiges Wort bei der Frage der Kanzlerkandidatur mitreden", sagte Kramp-Karrenbauer. Vor allem müsse sie aber "mit den Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Partei organisatorisch, programmatisch und personell in der Lage ist, überhaupt eine Bundestagswahl zu gewinnen".

Als letzter der drei aussichtsreichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz wurde am Freitagabend Bundesgesundheitsminister Spahn nominiert. Sein CDU-Heimatverband im nordrhein-westfälischen Kreis Borken fasste auf einer Klausursitzung einen entsprechenden Beschluss, wie Spahns Medienreferent Marc Degen mitteilte.

Spahn erklärte, die CDU werde in den kommenden Wochen "zeigen, warum sie zurecht die einzig verbliebene Volkspartei in Deutschland ist". "Wir werden über die Zukunft unserer Partei und unseres Landes so intensiv diskutieren wie lange nicht", kündigte der Gesundheitsminister an. Er freue sich "auf einen sportlichen Wettbewerb" mit den anderen Kandidaten für den Parteivorsitz.

Spahn und der frühere Unionsfraktionschef Merz stammen beide aus Nordrhein-Westfalen. Der Landesvorstand der nordrhein-westfälischen CDU hatte zu Beginn der Woche keine Empfehlung für die Merkel-Nachfolge an der Parteispitze abgegeben.

Die Kandidaten sollen sich der CDU-Basis nun auf acht Regionalkonferenzen vorstellen, die zwischen Mitte und Ende November geplant sind. Auf dem CDU-Bundesparteitag vom 6. bis zum 8. Dezember in Hamburg entscheiden dann die Delegierten über die Nachfolge von Merkel, die nach 18 Jahren auf eine neue Kandidatur als CDU-Chefin verzichtet.

(xity, AFP)


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