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Kommunen planen Konzessionsgebühr für Bordelle

Zudem höheres Mindestalter für Prostituierte gefordert

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund will Bordell strenger kontrolliert sehen; sie sollen auch mit höheren Abgaben belegt werden. Mit den Einnahmen könnten die Kommunen dann Kontrollen im Rotlichtmilieu ausbauen, aber auch Beratungsangebote verbessern. (Illustrationsfoto)

Bordelle sollen nach dem Willen der Kommunen strenger kontrolliert und mit höheren Abgaben belegt werden. Sowohl Prostitutionsstätten als auch die Prostituierten selbst sollten Genehmigungen einholen müssen, die "mit einer deutlichen Gebührenpflicht verbunden werden", forderte der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg. Mit den Einnahmen könnten die Kommunen dann Kontrollen im Rotlicht-Milieu ausbauen, aber auch Beratungsangebote verbessern.

"Zwangsprostitution, Menschenhandel und Kriminalität müssen wirksamer bekämpft werden und Bordelle effektiver kontrolliert werden", sagte Landsberg der Zeitung "Die Welt". Er kritisierte, derzeit reiche das Personal weder in den kommunalen Ordnungsämtern noch bei der Polizei aus, um notwendige Überprüfungen vorzunehmen. Union und SPD haben sich in ihrem Koalitionsvertrag im Bund darauf verständigt, das seit 2002 geltende Prostitutionsgesetz zu reformieren.

Der DStGB fordert dem Bericht zufolge auch, das Mindestalter für Prostituierte von derzeit 18 auf 21 Jahre anzuheben. Genehmigungen sollten zudem von einer Gesundheitsprüfung und einem sozialen Beratungsgespräch für die Prostituierten abhängig gemacht werden, sagte Landsberg. Ähnliche Forderungen gibt es auch aus der CDU/CSU.

© 2014 AFP


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