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"Kölner Senf und Düsseldorfer Wasser"

Publikation über Wettbewerb rheinischer Nachbarn

Das SchifffahrtMuseum Düsseldorf hatte mit seinem im Jahr 2011 herausgegebenen Buch "Düsseldorf-Köln. Eine gepflegte Rivalität" zum Verhältnis der beiden Nachbarstädte großen Erfolg.

Düsseldorf - Nun veröffentlicht der Bonner Wirtschaftshistoriker Horst Wessel, der in Köln seine berufliche Laufbahn begann und viele Jahre an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf lehrte, in der Schriftenreihe des SchifffahrtMuseums die ergänzende Betrachtung "Kölner Senf und Düsseldorfer Wasser. Wettbewerb der rheinischen Nachbarn".
Das Köln und Düsseldorf nachgesagte Konkurrenzverhältnis betrifft am wenigsten die Wirtschaft. Während Köln bereits in römischer Zeit ein bedeutendes Handels- und Gewerbezentrum war und dies im Mittelalter und in der Neuzeit blieb, gewann Düsseldorf erst als Residenz der Grafen, dann Herzöge von Berg beziehungsweise der Kurfürsten von der Pfalz einige wirtschaftliche Bedeutung. Doch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts holte Düsseldorf in einem atemberaubenden Tempo auf. Bald vermochte die Stadt in wirtschaftlicher Hinsicht der traditionsreichen Nachbarin auf Augenhöhe zu begegnen.
Zwar hat es Zeiten gegeben, in denen der "original" Mostert auch in Köln erzeugt und "echt" Kölnisch Wasser von Farina auch in Düsseldorf hergestellt wurde, aber bei den Gewerbe-, Handels- und Verwaltungsaktivitäten hat es – abgesehen von den Banken und Versicherungen – kaum Überschneidungen und somit auch keinen Grund für gegenseitige Konkurrenz gegeben. Im Gegenteil, man ergänzte sich und fand, wenn tatsächlich einmal eine Wettbewerbssituation bestand, wie bei der Schifffahrt, bei Messen und Ausstellungen, zu einer praktikablen Kooperation.

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