Kölner Gericht verhandelt über Nato-Luftschlag in Kundus

Angehörige von Opfern hatten gegen Deutschland geklagt

Fünfeinhalb Jahre nach dem tödlichen Nato-Luftangriff im afghanischen Kundus verhandelt heute das Oberlandesgericht Köln über Klagen von Opfern gegen die Bundesrepublik.

Köln - In dem Berufungsverfahren fordern zwei Hinterbliebene von Kundus-Opfern Schmerzensgeld und Entschädigung. Sie werfen der Bundesrepublik Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor.

Vor dem Bonner Landgericht scheiterten sie Ende 2013 mit ihren Klagen. Anfang September 2009 waren nahe dem deutschen Feldlager in Kundus Tankfahrzeuge von Taliban entführt und daraufhin auf Anforderung der Bundeswehr von US-Kampfflugzeugen angegriffen worden. Unter den mehr als hundert Todesopfern waren zahlreiche Zivilisten.

(xity, AFP)