Knappe Mehrheit befürwortet Anti-Stress-Verordnung

Belastungen durch den Beruf sollen verringert werden

Derzeit diskutieren Bundesregierung, Gewerkschaften und Verbände, ob eine gesetzliche Regelung die Stressbelastung im Beruf verringern kann.

Berlin - Eine knappe Mehrheit der Deutschen wünscht sich verbindliche gesetzliche Regelungen, um die Stressbelastung im Beruf zu senken. In einer Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit sprachen sich 52 Prozent für eine "Anti-Stress-Verordnung" aus. 40 Prozent lehnen dies ab.

Derzeit diskutieren Bundesregierung, Gewerkschaften und Verbände, ob eine gesetzliche Regelung die Stressbelastung im Beruf verringern kann. In einer solchen Verordnung könnte zum Beispiel geregelt werden, dass Beschäftigte nach Feierabend keine E-Mails mehr bekommen. In der Umfrage gaben immerhin 70 Prozent an, dass die Belastung durch E-Mails und Anrufe nach Feierabend stark zugenommen habe.

Bei den Befürwortern sind ferner 86 Prozent für eine verbindliche Regelung, weil Stress aus ihrer Sicht zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führt. Insgesamt sind etwas mehr Frauen als Männer für klare Gesetzesvorgaben.

Im Bundesvergleich ist die Zustimmung in Ostdeutschland mit 59 Prozent am größten und in Baden-Württemberg mit 44 Prozent am geringsten. Forsa befragte im Auftrag der Krankenkasse im September rund 1000 Versicherte.

(xity, AFP)