Knapp 50 Durchsuchungen bei bayernweitem Aktionstag gegen Kinderpornografie

Mehr als 200 Polizisten rücken zu landesweiter "Operation Weckruf" aus

Bei einem landesweiten Aktionstag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie hat die Polizei in Bayern knapp 50 Wohnungen durchsucht.

München - 51 Verdächtige im Alter zwischen 16 und 62 Jahren hätten sich dabei im Visier der Behörden befunden, wie Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Georg Eisenreich (beide CSU) am Mittwoch in München mitteilten. Es wurden Smartphones, Computer und andere Datenträger beschlagnahmt. Festnahmen gab es nicht.

Die Aktion unter dem Codenamen "Operation Weckruf" lief bereits am Dienstag bayernweit, mehr als 200 Polizisten waren an den Razzien beteiligt. Es war laut Landesregierung die bislang größte koordinierte Durchsuchungsaktion dieser Art in dem Bundesland. Herrmann und Eisenreich verwiesen auf die seit Jahren steigenden Deliktzahlen bei der Verbreitung von Kinderpornografie. Sie forderten auch einen neuen Anlauf zur Vorratsdatenspeicherung.

(xity, AFP)