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KMK-Präsidentin: Schulen sind "vielfach angstbesetzt"

NRW-Schulministerin plädiert für weniger Druck

Nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann, sind deutsche Schulen häufig "angstbesetzt". Die Grünen-Politikerin mahnte, "mehr Zutrauen" in Kinder und Jugendliche zu haben und Druck von ihnen zu nehmen.

Deutschlands Schulen sind nach Ansicht der amtierenden Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne), "vielfach angstbesetzt". Es gebe Kinder und Jugendliche, die Angst vor ihren Lehrern hätten, Lehrer mit Angst vor ihrer Klasse oder Eltern, die sich abgewiesen fühlten, sagte Löhrmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie verwies zugleich darauf, dass laut der PISA-Schulstudie 80 Prozent der Schüler nach eigenen Angaben glücklich in der Schule seien.

"Schule kann in der Tat krank machen, aber sie muss nicht krank machen", sagte Löhrmann. Die Gesundheitsfrage stelle sich in Zeiten des Burn-Out-Syndroms nicht nur für Lehrer, sondern auch und insbesondere für die Schüler. Am Ende sei es eine "Qualitätsfrage".

Die Grünen-Politikerin mahnte zudem, "mehr Zutrauen" in Kinder und Jugendliche zu haben und Druck von ihnen zu nehmen. "Jeder soll sich nach seinen Talenten entwickeln können", sagte Löhrmann. Angesichts des Fachkräftemangels könnten alle Beteiligten "viel entspannter sein, denn wir brauchen alle Potenziale".

© 2014 AFP


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