Klingbeil widerspricht Vorwürfen über FDP als Treiber für SPD in Corona-Politik

Designierter SPD-Vorsitzender: "Haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen"

Der designierte SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat den Vorwurf zurückgewiesen, der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lasse sich in der Corona-Politik zu sehr von der FDP treiben.

Berlin - "Ich war bei den Verhandlungen dabei, und wir haben alle Entscheidungen gemeinsam getroffen", sagte Klingbeil dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe). "Es stimmt einfach nicht, dass die FDP uns hier den Weg diktiert hat. Auch in der SPD und bei den Grünen hatten viele darauf gedrängt, die Corona-Politik auf eine andere verfassungsmäßige Grundlage zu stellen."

Klingbeil betonte, es sei gut, dass es jetzt einen überparteilichen Konsens für Verschärfungen gebe. Zugleich räumte er ein, dass es Versäumnisse gegeben habe, die die Bekämpfung der vierten Welle nun erschweren. "Da wurde zu spät oder zu zögerlich gehandelt. Aber die Politik war nicht alleine mit dieser Haltung. Selbst die Ständige Impfkommission empfahl vor wenigen Wochen die Auffrischungsimpfung nur für über 70-Jährige", betonte er.

(xity, AFP)