Klingbeil erwartet auf Spitzenkandidaten zugeschnittenen Wahlkampf

SPD-Generalsekretär: Olaf Scholz für seine Partei in nächsten Monaten "zentral"

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet einen stark auf die Spitzenkandidaten der Parteien zugeschnittenen Wahlkampf.

Berlin - Deutschland werde "einen Wahlkampf erleben werden, bei dem drei Personen klar im Mittelpunkt stehen", sagte er am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin" mit Blick auf Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) und Annalena Baerbock (Grüne).

Seine Partei werde bei ihrem Bundesparteitag am Sonntag "sehr klar" machen, dass Scholz für ihren eigenen Wahlkampf "zentral" sein werde, ergänzte Klingbeil. Im Bundestagswahlkampf seien die Monate August und September "entscheidend". Dann setzten sich die Wähler mit der Frage auseinander, wer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Amt nachfolgen solle. Er rechne sich sehr gute Chancen für Scholz aus. Dieser werde "viel Vertrauen" erhalten.

Der frühere Hamburger Bürgermeister und jetzige Vizekanzler sei "erfahrungsstark" und "entscheidungsstark", fügte Klingbeil an. Wenn die Wähler entschieden, wer das Land in einer innen- und außenpolitisch schwierigen Zeit führen solle, werde dies eine große Rolle spielen. Es gehe nicht um die Frage, wer der "beste Entertainer" sei. Die SPD sei außerdem derzeit sehr geschlossen.

Scholz soll am Sonntag auf einem digitalen Bundesparteitag der SPD offiziell zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl am 26. September gekürt werden. In den Umfragen verharrt die SPD seit längerem bei Werten um die 15 Prozent. In dem am Donnerstagabend veröffentlichten jüngsten ARD-"Deutschlandtrend" sowie am Freitag im ZDF-"Politbarometer" kam die Partei jeweils nur auf 14 Prozent. Die Sozialdemokraten lagen damit in beiden Umfragen weit hinter den aktuell führenden Grünen sowie der CDU/CSU.

(xity, AFP)