18.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Klimaforscher: Deutsche müssen sich auf Extremwetter einstellen

Klimaforscher: Deutsche müssen sich auf Extremwetter einstellen

Hitzephase begann schon im April

Der Meteorologe Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimaforschung rät den Deutschen, sich auf mehr unterschiedliche Extremwetterlagen einzustellen.

Berlin - Im vergangenen Jahr ausgeprägte Niederschläge, in diesem Jahr ein Hitzesommer: Die ersten, die die Folgen des Klimawandels spürten, seien Landwirte und Versicherungen, sagte Hoffmann am Mittwoch im Deutschlandfunk. Dass die ersten Atomkraftwerke bereits wegen fehlenden Kühlwassers heruntergefahren werden müssen, zeige, dass auch die Energieversorgung sich auf die Extreme einstellen müsse.

"Wir haben es mit mehr und verschiedenen Kombinationen von Extremen zu tun", sagte Hoffmann. Diese Extremwetterlagen würden zudem stabiler. Das ungewöhnliche an der diesjährigen Hitzephase sei etwa, dass sie bereits im April angefangen habe.

"Der Übergang zwischen Winter und Sommer wird rasanter", sagte Hoffmann. Deutschland sei heute im Schnitt schon 1,4 Grad wärmer als in der vorindustriellen Zeit. Um den Klimawandel zu begrenzen, sei "jeder Einzelne gefordert, seinen Alltag zu überdenken".

(xity, AFP)


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