Klimaaktivisten blockieren Teile von Kohlekraftwerk Jänschwalde

Zwei Blöcke heruntergefahren - Polizei vor Ort

Im brandenburgischen Jänschwalde sind mehrere Aktivistinnen und Aktivisten auf das Gelände des dortigen Kohlekraftwerks eingedrungen.

Sie hätten den Grabenbunker der Anlage besetzt und so die weitere Kohlezufuhr zum Kraftwerk blockiert, sagte ein Sprecher des Kraftwerkbetreibers Leag am Montag. Die Aktivisten der Gruppe "Unfreiwillige Feuerwehr" erklärten, dass sie gegen den "umweltzerstörerischen Weiterbetrieb des Tagebaus Jänschwalde und die klimavernichtenden Folgen der Braunkohle-Verstromung" protestierten.

Laut Leag mussten zwei Blöcke heruntergefahren werden, ein Gigawatt stehe derzeit nicht zur Verfügung. Die Polizei sei vor Ort. Der Sprecher nannte die Aktion einen "Angriff auf die Versorgungssicherheit".

Die Gruppe teilte mit, dass sie auch die Gleisverbindungen zwischen Tagebau und Kraftwerk blockiere. "Der russische Angriffskrieg darf nicht als Ausrede genutzt werden, um weiterhin an zerstörerischem fossilen Gas und Kohle festzuhalten", erklärte Lena Ströer, die am Kraftwerk protestiert.

© 2022 AFP