17.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kleingartenverein in Sachsen-Anhalt lehnt Migranten ab

Kleingartenverein in Sachsen-Anhalt lehnt Migranten ab

Zeitung: Mann wird wegen Herkunft Parzelle verweigert

In Wittenberg lehnt ein Kleingartenverein laut Medien die Aufnahme von Migranten ab.

Wittenberg - Dem libanesischstämmigen Unternehmer Ali Ismais sei im Kleingartenverein "Am Trajunschen Bach" die Übernahme einer frei werdenden Parzelle verweigert worden, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf den Betroffenen und den stellvertretenden Vereinschef der Kleingärtner. "Wir wollen keine Ausländer", hieß es demnach zur Begründung.

Der Vizevereinschef habe zudem gesagt, es gebe mit Russlanddeutschen schon genügend Ausländer in dem Verein. Die Landesintegrationsbeauftragte Susi Möbbeck kritisierte die Entscheidung des Vereins gegenüber der Zeitung scharf: "Niemand darf wegen seiner Herkunft ausgeschlossen werden", sagte die Staatssekretärin im Sozialministerium dem Blatt. "Das verstößt gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz und gegen das Antidiskriminierungsgesetz."

Der Landesverband der Gartenfreunde distanzierte sich von Ausgrenzung. "Wir sind nicht ausländerfeindlich", sagte Präsident Peter Riebeseel der "Mitteldeutschen". "Im Gegenteil, wir sind doch froh, wenn wir Menschen finden, die ticken wie wir", fügte er hinzu. Viele Gartenvereine im Land klagten über Nachwuchsmangel.

(xity, AFP)


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