24.09.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kleine Forscher im Berufskolleg Vera Beckers

Kleine Forscher im Berufskolleg Vera Beckers

20 "Maxi-Kinder" experimentierten

Einen besonderen "Tag der kleinen Forscher" haben die 20 "Maxi-Kinder" der städtischen Kita Raiffeisenstraße in Krefeld erlebt.

Krefeld - Am bundesweiten Mitmachtag zum Thema "Wie wollen wir leben" forschten und experimentierten die sechsjährigen Mädchen und Jungen in den Themenbereichen Mobilität, Energie, Abwasser und Architektur in der Zukunft. Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik am Berufskolleg Vera Beckers begleiteten die Kinder an mehreren Stationen, um mit ihnen Versuche durchzuführen und über die Forschungsergebnisse zu sprechen. Auch in anderen städtischen Kitas haben sich die Kinder am "Tag der kleinen Forscher" mit naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt. Dieser wird jedes Jahr durch die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" initiiert und bildet den Höhepunkt eines jeden Forscherjahres.

"Die Neugier an naturwissenschaftlichen Themen soll bei den Kindern auf eine spielerische Weise geweckt werden", erklärt Bettina Dewan, Netzwerkkoordinatorin bei der Stadt Krefeld, das Hauptziel des Projekts "Haus der kleinen Forscher". Mit verschiedenen Ansätzen, zum Beispiel kleinen Geschichten, beginnen Kinder und Erzieherinnen ihre Entdeckungsreisen in den Kitas nach alltäglichen, aber auch ungewöhnlichen naturwissenschaftlichen Phänomenen. "Die Mädchen und Jungen sollen sich fragen, was kann das sein", sagte Dewan. Kitas und Grundschulen, die Naturwissenschaft auf diese Weise in ihren Alltag einbinden, können die Zertifizierung "Haus der kleinen Forscher" erhalten. "Für viele Eltern ist es inzwischen ein Auswahlkriterium, welche Schwerpunkte eine Kita anbietet. Zahlreiche Eltern entscheiden sich für die Naturwissenschaften", betonte Gerhard Ackermann, Fachbereichsleiter Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung.

Das Zertifikat ist zeitlich begrenzt, so dass eine fortlaufende Auseinandersetzung und Weiterbildung mit naturwissenschaftlichen Inhalten garantiert wird. Das passiert in Krefeld unter dem Dach des 2008 gegründeten lokalen "Netzwerk Krefeld" von der Unternehmerschaft Niederrhein, dem Berufskolleg Vera Beckers und dem Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung der Stadt Krefeld. Dem ?Netzwerk Krefeld? gehören zurzeit 85 Kitas, elf Grundschulen, fünf Trainer und zwei Koordinatorinnen an. "Das Kita-Alter ist der richtige Ansatz", betonte Hartmut Schmitz, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Niederrhein. Das "Haus der kleinen Forscher" bildetet die Basis, um bei Kindern und Jugendlichen bis zu einer möglichen Berufsausbildung das Interesse an Naturwissenschaften zu halten. Deswegen freute sich Schmitz besonders, dass inzwischen auch die ersten beiden Schuljahre an den Grundschulen beim "Haus der kleinen Forscher" mitmachen können, da es ansonsten zu weiterführenden naturwissenschaftlichen Angeboten wie "Jugend forscht" eine Lücke von zwei Jahren gab.

Bei den 20 "Maxi-Kindern" der Kita Raiffeisenstraße, den Kindern, die bald in die Grundschule wechseln, ist die Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Experimente bereits sehr groß. Davon überzeugten sich auch die beiden Krefelder Bundestagsabgeordneten Kerstin Radomski und Siegmund Ehrmann, die die Kinder am ?Tag der kleinen Forscher? im Berufskolleg Vera Beckers besuchten. Mit den Studierenden überlegten die Kinder unter anderem an einem Hausmodell wie sich durch Isolierung Energie sparen oder alternativ Energie gewinnen lässt. "Die Kinder sind sehr wissbegierig und haben ein großes Interesse", berichtete Student Tim. Zusammen mit Laura erklärt der 20-Jährige den Kita-Kindern unter anderem den Stromkreislauf. Wofür benötigt man den Strom im Haus, na klar, für Licht. Also bauen die Kleinen auf konventionelle Weise eine Glühbirne samt Batterie in ein Papphaus ein. "Wie kann man denn noch Elektrizität herstellen", lautete dann die Frage und blitzschnell gingen die Finger in die Höhe. "Mit Solarzellen", sagte ein Junge. Richtig, die habe man jedoch heute nicht da, dafür einen Luftballon. Mit diesem zeigten die Studierenden den Kindern, was eine elektrostatische Aufladung ist, indem sie deren Haare am Luftballon reiben bis diese durch die Aufladung abstehen.

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" wurde 2006 in Berlin gegründet. Ziel der Stiftung ist es, den Kindern spielerischen Zugang zu Phänomenen und Zusammenhängen aus der Naturwissenschaft zu ermöglichen. Der gemeinnützigen Stiftung "Haus der kleinen Forscher" gehören bundesweit rund 230 lokale Netzwerke an. Seit 2011 entwickelt die Stiftung kontinuierlich ihr Angebot für Kinder im Grundschulalter weiter. Partner der Stiftung sind die Helmholz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung, die deutsche Telekom Stiftung und die Autostadt in Wolfsburg. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Informationen stehen unter www.haus-der-kleinen- forscher.de. Interessierte Kitas und Grundschulen können sich an die Netzwerkkoordinatorinnen des Krefelder Netzwerks Bettina Dewan (bettina.dewan@krefeld.de) und Petra Bertelsmeier (bertelsmeier@bkvb.de) wenden.


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