KKH-Umfrage: Jeder Zweite nach Zeitumstellung gereizt

Frauen und Familien mit kleinen Kindern fühlen sich besonders belastet

Jeder Zweite leidet einer Umfrage der Krankenkasse KKH zufolge nach der Zeitumstellung unter Gereiztheit oder Schlafproblemen.

Berlin - 24 Prozent sind in den Tagen danach gereizt oder müde, 26 Prozent können schlecht ein- oder durchschlafen, wie die Kasse am Dienstag in Hannover mitteilte. In ähnlichen Befragungen hatten dies 2016 und 2019 dagegen nur 33 beziehungsweise 43 Prozent angegeben.

Frauen und Familien mit kleinen Kindern fühlen sich demnach besonders belastet. So gibt aktuell mehr als ein Viertel der befragten Frauen an, tagsüber müde oder gereizt zu sein. Bei den Männern äußert dies nur jeder Fünfte. In Haushalten mit Kindern unter zwölf Jahren gehört in etwa jeder dritten Familie schlechte Laune nach dem Uhrendreh zum Alltag, weil etwa innere Uhr und Tagesablauf aus dem Gleichgewicht geraten.

Als beste Strategie gegen die Übellaunigkeit gilt laut Umfrage Bewegung an der frischen Luft - 45 Prozent aller Befragten kommen auf diese Weise zu positiver Stimmung und einer geruhsamen Nacht. Eltern versuchen zu 40 Prozent hingegen vor allem, die Schlafens- und Essenszeiten in den Tagen nach der Zeitumstellung langsam anzupassen.

Die Müdigkeit mit dem Konsum von koffeinhaltigen Getränken zu bekämpfen, versuchen nur 18 Prozent. 2016 war dies noch jeder Vierte. Forsa befragte im Auftrag der KKH im März rund tausend Menschen.

Die EU-Kommission hatte bereits vor drei Jahren vorgeschlagen, die Zeitumstellung abzuschaffen. Auch das Europaparlament sprach sich mehrheitlich dafür aus. Die Mitgliedsstaaten streiten jedoch, wie der Wegfall der Zeitumstellung genau umgesetzt werden soll.

(xity, AFP)