19.08.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kirche in Nürnberger Altstadt durch Feuer zerstört

Kirche in Nürnberger Altstadt durch Feuer zerstört

Brandursache und Schadenhöhe zunächst unklar

In der Nürnberger Altstadt ist in der Nacht die mehr als 600 Jahre alte Kirche St. Martha durch einen Dachstuhlbrand schwer beschädigt worden.

Nürnberg - Menschen kamen bei dem Brand zwar nicht zu Schaden, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Allerdings musste die Feuerwehr aus den benachbarten Gebäuden in der dicht bebauten Altstadt insgesamt sechs Menschen mit Hilfe von Leitern evakuieren, weil sie wegen des starken Rauchs nicht mehr selbst aus ihren Wohnungen konnten.

Den Angaben zufolge gab es im betroffenen Bereich zwischen Königstraße und Bauhof eine so starke Rauchentwicklung und so heftigen Funkenflug, dass Anrufer der Feuerwehr nicht sagen konnten, welches Gebäude brannte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten beim Eintreffen dann St. Martha als Ort des Feuers ausgemacht, der Dachstuhl der Kirche habe zu diesem Zeitpunkt bereits komplett gebrannt.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr drangen den Angaben zufolge zunächst zwar unter schwerem Atemschutz in die Kirche ein. Weil der Dachstuhl einzustürzen drohte, mussten sie das Gebäude aber kurze Zeit später wieder verlassen. Über drei Drehleitern sei dann von außen das Feuer angegriffen und etwa zwei Stunden nach der Alarmierung gelöscht werden.

Die Brandursache war ebenso wie die Schadenshöhe zunächst unklar. Wegen im Mai begonnener Renovierungsarbeiten der Kirche einer evangelisch-reformierten Gemeinde befanden sich keine sakralen Kunstgegenstände im Gebäude. Wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf den Gemeindepfarrer berichtete, schmolzen bei dem Feuer aber die erst 1990 neu eingebaute Orgel und alle Glocken.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Renovierungsarbeiten und dem Feuer besteht, war zunächst ungewiss. Ein Polizeisprecher sagte, nach Angaben der Gemeinde seien an der Kirche noch keine feuergefährlichen Arbeiten wie etwa Schweißarbeiten ausgeführt worden.

Insgesamt waren bei den Lösch- und Rettungsarbeiten mehr als hundert Einsatzkräfte beteiligt, darunter 82 Feuerwehrleute. Die vorsorglich geräumten Nachbargebäude konnten wenige Stunden nach dem Löschen des Brands wieder freigegeben werden.

(xity, AFP)


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