Kipping kritisiert Bilderberg-Konferenz in Dresden

Linken-Chefin beklagt "aristokratische Zustände"

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat die am Donnerstag in Dresden beginnende Bilderberg-Konferenz scharf kritisiert.

Dresden - "Die Bilderberg-Konferenz steht für aristokratische Zustände und leider nicht für Demokratie", sagte Kipping der "Heilbronner Stimme" vom Donnerstag laut einer Vorabmeldung. Die meisten Teilnehmer des Treffens seien nicht demokratisch legitimiert, sondern aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit bessergestellt.

"Solche Treffen nützen nur einigen wenigen, die einen privilegierten Zugang zur Politik haben", sagte Kipping weiter. Die Bilderberg-Konferenz sei "ein Zeichen dafür, dass es auch in diesem Land einen massiven Reichtum gibt mit der Möglichkeit, aus bevorzugter Position auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen".

Zur Bilderberg-Konferenz kommen von Donnerstag bis Sonntag in Dresden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ranghohe Politiker, Manager und Wissenschaftler zusammen, um über die Weltpolitik zu beraten. Anders als sonstige internationale Gipfel läuft das sogenannte Bilderberg-Treffen jedoch weitgehend abgeschottet von der Öffentlichkeit ab.

Aus den Reihen der Bundesregierung werden die Minister Ursula von der Leyen, Thomas de Maizière und Wolfgang Schäuble (alle CDU) erwartet. Tagungsort ist das renommierte Hotel Taschenbergpalais nahe der Semperoper. In einem Sicherheitsbereich verbot die Stadt alle Versammlungen mit mehr als 15 Teilnehmern. Die Polizei ist täglich mit etwa 400 Beamten im Einsatz, um das Treffen abzusichern.

(xity, AFP)