Kindermediziner für Nutzung von Corona-Impfstoff nach Zulassung

Dötsch erwartet Stiko-Genehmigung zunächst für Kinder mit erhöhtem Risiko

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, unterstützt eine baldige Entscheidung über die Zulassung einer Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren.

Berlin - Dies wäre "auf jeden Fall eine wichtige und gute Entscheidung für die Kinder", sagte Dötsch am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. "Denn die Kinder haben natürlich auch ein Recht auf ein zugelassenes Medikament."

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für fünf- bis elfjährige Kinder. In den USA hatte dieses Vakzin Ende Oktober eine Notfallzulassung für diese Altersgruppe erhalten.

Dötsch riet, dass Eltern auf jeden Fall die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) abwarten sollten. "Sicherheit geht vor Geschwindigkeit", sagte er. Er gehe davon aus, "dass die Stiko in mehreren Etappen empfehlen wird. Es wird möglicherweise zunächst eine Empfehlung erfolgen für Kinder, die ein erhöhtes Risiko haben." Hier gehe er davon aus, "dass das relativ schnell der Fall sein wird". Er rechne damit in den nächsten Wochen.

Es könne aber zwei bis drei Monate dauern, bis genügend Daten vorlägen, um eine Empfehlung für gesunde Kinder ohne Vorerkrankungen zu geben, sagte Dötsch. Möglicherweise werde die Stiko dazu erst Daten aus den USA abwarten.

(xity, AFP)