Kinderärzteverband für Ende der Maskenpflicht an Schulen

Sprecher: Kinder haben genug gelitten und erkranken äußerst selten schwer

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat sich für ein Ende der Maskenpflicht an Schulen ausgesprochen.

Berlin - Der Wegfall der Maskenpflicht in mehreren Bundesländern sei "ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Verbandssprecher Jakob Maske am Montag im Deutschlandfunk. Kinder und Jugendliche hätten in der Pandemie "genügend gelitten" und erkrankten zudem nur äußerst selten schwer am Coronavirus.

Als erstes Bundesland hatte das Saarland vergangene Woche die Maskenpflicht an Schulen vollständig aufgehoben. Am Montag folgte Bayern mit der Aufhebung im Unterricht, in Berlin ist das Tragen einer Maske zudem seit Montag bis zur 6. Klasse keine Pflicht mehr.

Kinder und Jugendliche hätte nun anderthalb Jahre Schutzmaßnahmen eingehalten, die ältere Bevölkerungsgruppen schützen sollten, sagte Maske. "Sie haben also Rücksicht genommen. Und jetzt ist endlich wieder Zeit, normalen Unterricht zu machen."

Maske räumte ein, dass sich ohne das Tragen von Masken Viren schneller verbreiten könnten. Dass Kinder schwer am Coronavirus erkrankten, seien aber sehr seltene "Einzelfälle". Insofern seien "Kinder in Sicherheit". Maske sprach sich aber dafür aus, Kinder etwa durch Impfungen von Lehrern oder des Schulpersonals weiter zu schützen.

(xity, AFP)