Kerry reist vor Mauerfall-Jubiläum nach Berlin

Visite in der Bundeshauptstadt wohl kommende Woche

US-Außenminister John Kerry reist demnächst nach Berlin. Er will mit Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) "regionale und internationale Themen" besprechen.

Berlin - Bei dem Besuch werde Kerry mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) "regionale und internationale Themen" besprechen, teilt US-Außenamtssprecherin Jen Psaki in Washington mit. Ein genaues Datum für die Visite nannte sie nicht.

Kerry fliegt den Angaben zufolge am Montag nach Indonesien, um dort an der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joko Widodo teilzunehmen. Auf der Rückreise werde Kerry dann zum dritten Mal in seiner Amtszeit in Berlin vorbeischauen. Der US-Außenminister besuchte bereits im Februar 2013 und im Januar dieses Jahres die deutsche Hauptstadt.

Das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA hatte durch die Affäre um die Spähprogramme des US-Geheimdienstes NSA erheblichen Schaden genommen. Beide Seiten bemühen sich mittlerweile um eine Annäherung und starteten Ende Juni den sogenannten transatlantischen Cyberdialog. Bei sicherheitspolitischen Herausforderungen wie dem Ukraine-Konflikt und dem Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) arbeiten die beiden Verbündeten eng zusammen.

Für Kerry hat die Rückkehr in die deutsche Hauptstadt auch eine persönliche Seite: Mitte der 1950er Jahre lebte er im Alter von elf Jahren einige Zeit in Berlin, als sein Vater Richard Kerry dort als Diplomat beim US-Hochkommissariat arbeitete. Bei öffentlichen Auftritten schwelgte Kerry immer wieder in Erinnerungen an seine Jugend im Berlin der Nachkriegszeit.

(xity, AFP)