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Keine Trendwende beim "Rauschtrinken"

Jeder fünfte Jugendliche monatlich stark betrunken

Beim sogenannten Rauschtrinken von Jugendlichen gibt es einer neuen Studie zufolge "keine Trendwende".

Berlin - Etwa 17 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen in Deutschland trinken sich mindestens einmal im Monat in einen Rausch, wie aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorgeht. Das waren in etwa genau so viele wie im Jahr 2010 (18 Prozent).

"Es ist an der Zeit, dass ein gesellschaftliches Umdenken zu einem verantwortungsvollen Alkoholkonsum stattfindet", erklärte dazu die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU). Rauschtrinken stelle "gerade für Jugendliche" eine erhebliche Gefahr dar.

BZgA-Direktorin Elisabeth Pott wies währenddessen auf positive Erkenntnisse der neuen Untersuchung hin: Demnach trinken viel mehr Jugendliche als früher überhaupt keinen Alkohol. Ihr Anteil stieg auf 30 Prozent. Vor zehn Jahren waren es 16 Prozent. "Die Studie der BZgA zeigt Licht und Schatten", erklärte Pott.

Die Daten stammen aus dem Jahr 2012. Für die Untersuchung wurden 5000 junge Menschen befragt. Die BZgA organisiert seit 2009 eine Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen, die von dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) unterstützt wird. Ein Schwerpunkt dabei ist die Arbeit in Schulen.

(xity, AFP)


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