16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Keine neuen Erkenntnisse im Fall Hartmann

Keine neuen Erkenntnisse im Fall Hartmann

SPD-Politiker dementiert angebliches Drogengeständnis

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann hat einen Medienbericht über ein angebliches Geständnis zum Konsum der Droge Crystal Meth dementiert.

Berlin - Im Fall des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann gibt es noch keine Klarheit über den gegen ihn bestehenden Drogenverdacht. Die Berliner Staatsanwaltschaft machte keine Angaben zum Stand der Ermittlungen. Hartmann selbst hatte zuvor einen Bericht dementiert, er habe den Konsum geringer Mengen von Crystal Meth gestanden.

Hartmann hatte am Montag "Spiegel Online" gesagt: "Ich habe mich nirgendwo gegenüber den Medien geäußert." Er dementierte damit einen Bericht der in Mainz erscheinenden "Allgemeinen Zeitung". Sie hatte zuvor in ihrer Online-Ausgabe berichtet, Hartmann habe ihr gegenüber eingestanden, eine "sehr geringe Menge" der Droge genommen zu haben.

"Ich äußere mich erstmals gegenüber der Staatsanwaltschaft. Nirgendwo sonst", sagte Hartmann zu "Spiegel Online". Der betreffende Redakteur der "Allgemeinen Zeitung", Reinhard Breidenbach, sagte dem Nachrichtenportal, sie hätten nicht direkt mit Hartmann, sondern mit einer "engen Vertrauten" des Abgeordneten gesprochen. Sie hätten auch keinen gegenteiligen Anschein erweckt, sagte Breidenbach. Sollte dieser Eindruck dennoch entstanden sein, bedauere er dies.

Gegen Hartmann wird wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. In diesem Zusammenhang war von einer Menge von drei Gramm Crystal Meth die Rede gewesen. Hartmann war wegen der Ermittlungen von seinem Amt als innenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag zurückgetreten. Zudem hob der Bundestag seine Immunität auf. Bei einer Durchsuchung seiner Berliner Wohnung wurden aber keine Drogen gefunden.

(xity, AFP)


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