26.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Keine Bewegung im Tarifstreit um Kita-Personal

Keine Bewegung im Tarifstreit um Kita-Personal

Warnstreiks gehen weiter

Im Sozial- und Erziehungsdienst ist mit neuen Streiks zu rechnen.

Berlin - Im Tarifstreit um die Bezahlung des Kita-Personals zeichnet sich weiter keine Annäherung ab. Auch die vierte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in Hannover blieb ohne Ergebnis, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mitteilten. Verdi kündigte eine Fortsetzung der Warnstreiks an. Bereits am kommenden Montag und Dienstag steht die fünfte Verhandlungsrunde an.

Wenn es dann kein verhandlungsfähiges Angebot gebe, "riskieren die Arbeitgeber eine deutliche Eskalation dieser Tarifauseinandersetzung", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Onno Dannenberg. Bereits vor der nächsten Verhandlungsrunde kommende Woche in Offenbach will die Gewerkschaft nach eigenen Angaben mit weiteren Warnstreiks Druck machen. In den vergangenen Wochen hatten bereits bundesweit mehrere tausend Beschäftigte in Kindertagesstätten, der Jugendhilfe oder dem allgemeinen Sozialdienst die Arbeit niedergelegt.

VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann warf den Gewerkschaften vor, es gebe von ihnen "keinerlei Signale der Kompromissbereitschaft". Es entstehe der Eindruck, die Verhandlungen dienten den Gewerkschaften "als Kulisse zu den Warnstreiks und Demonstrationen". Inhaltliche Bewegung gebe es auf Gewerkschaftsseite nicht.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft GEW fordern für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst wie Erzieher, Sozialarbeiter oder Sozial- und Heilpädagogen eine bessere Eingruppierung, was laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde.

(xity, AFP)


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