19.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kein Sieg für die Pinguine

Kein Sieg für die Pinguine

Zu viele Chancen wurden vergeben

Zum letzten Heimspiel der aktuellen CHL-Saison standen die Krefeld Pinguine am Mittwochabend dem Team von SönderjyskE Vojens gegenüber. Der Dänische Meister war ebenso wie die Schwarz-Gelben nach vier Niederlagen bereits aus der CHL ausgeschieden.

Krefeld - Somit ging es in dem Duell für beide Teams vor allem um die Ehre und die Vermeidung des letzten Platzes in der so starken Gruppe J. Die Schwarz-Gelben, die neben europäischen Meriten auch darauf bedacht waren, Selbstvertrauen für die nach drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen nicht optimal gestartete DEL-Saison zu sammeln, mussten dieses Vorhaben ohne die Topstürmer Pietta, Perrault (beide gesperrt) und Méthot (Knie) angehen. Dafür kehrte Neuzugang Long ins Team zurück. Im Tor bekam Patrick Klein seinen ersten Pflichtspielstart für die Pinguine. Tomás Duba saß auf der Bank.

Zwei Minuten waren gespielt, da jubelten die Fans im KönigPALAST bereits, als Hanusch als halbrechter Position abgezogen hatte, doch die Schiedsrichter entschieden dass sein Schuss am Pfosten und nicht am hinteren Gestänge zurückgeprallt war. Die Pinguine blieben dran und schürten den Gast im eigenen Drittel ein. 5 Minuten waren absolviert, als ein Konter zur ersten Chance der Gäste in der Partie führte, doch bei einem Schuss von der blauen Linie lief Spelling in Klein hinein, so dass dieser die Scheibe fallen ließ.

Zwar schob der Stürmer das Spielgerät daraufhin über die Linie, doch die Schiedsrichter entschieden zurecht auf Strafzeit. Diese lief gerade 30 Sekunden, da spielte Hauner einen perfekten Diagonalpass auf Courchaine, der sofort abzog und zur verdienten Führung traf. Die Hausherren blieben dran und hatten in der 8. durch den freistehenden Direndl die nächste Chance, doch Vojens´ ex-NHL-Goalie Frazee parierte dessen Schlagschuss. Eine Minute später setzte Sonnenburg zu einem tollen Solo durch vier Gegner an. Kurz vor dem Torabschluss hinderte ihn Lykkeskov per Stockschlag am Schuss und bekam die nächste Strafe.

Diesmal dauerte es 62 Sekunden, bis sich wiederum Courchaine ein Herz fasste, allein in die Mitte zog und aus der Halbdistanz abzog. Die Scheibe schlug genau im Winkel ein. Eine weitere. Minute später allerdings schlug der Gast zurück. Lykkeskov setzte sich schön durch und zog dann freistehend aus kurzer Distanz ab. Klein war zwar dran, doch die Scheibe rutschte gerade noch durch und rollte aufs Tor. Supis schlug sie zwar von der Linie, kam aber um Zentimeter zu spät. Das Hartgummi hatte diese bereits knapp überschritten.

Weiterhin aber blieben die Hausherren klar das spielbestimmende Team und antworteten mit gefährlichen Schüssen durch Mebus und Long, die Frazee aber abwehrte. In der 14. Minute war es Mieszkowski, der ein tolles Solo hinlegte, dann aber an Frazee scheiterte. Kretschmann setzte nach, machte dies aber nach Meinung der Schiedsrichter zu heftig und bekam nun seinerseits 2 Minuten. Einmal mehr aber stand die Unterzahl überragend und ließ keine Chancen zu. Nun schaltete man wieder in die Offensive um und hatte in der 17. durch einen Schlagschuss von Courchaine und einen Versuch von Driendl aus kurzer Distanz weitere gute Gelegenheiten. Beide aber konnten den Gästetorwart nicht überwinden und so ging es mit 2:1 in die erste Pause.

Die Pinguine kamen hochkonzentriert aus der Pause und hatten gleich nach wenigen Sekunden durch einen tollen Direktschuss von Courchaine, den Frazee aber hielt, die nächste gute Chance. In der Folge allerdings waren die ganz klaren Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Es entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem beide Teams zwar immer wieder zum Abschluss kamen, ohne aber ganz klare Aktionen zu haben. In der 31. Minute gab es die nächste Überzahl der Pinguine. Die Strafzeit lief noch Sekunden, da spielte Courchaine wunderbar Meyers frei.

Der zog den Puck vor das Tor, wo es Hauner und Long aus kurzer Distanz nicht gelang, ihn über die Linie zu drücken. In der 34. Minuten traf es dann wieder die Pinguine mit einer Unterzahl. Beechey wurde hinausgestellt. Erneut aber überstand man die zahlenmäßige Unterlegenheit, ohne klare Gelegenheiten abzugeben. In der 38. Minute dann die nächste gute Chance der Hausherren. Sofron hatte schön nachgesetzt und so sprang die Scheibe zu Vasiljevs, der freistehend abzog, doch Frazee war mit der Fanghand zur Stelle. Damit blieb es auch nach 40 Minuten bei der absolut verdienten 2:1-Führung der Pinguine.

Auch der letzte Abschnitt begann mit einer guten Gelegenheit der Schwarz-Gelben. Doch erneut hatte der gute Frazee bei einem Schlagschuss von Sonnenburg etwas gegen einen Krefelder Torerfolg. In der 44. Minute dann aber die erste große Chance der Gäste im Schlussabschnitt. Doch zweimal war Klein gegen Dineen und Topscorer Asselin in überragender Manier zur Stelle! Im Gegenzug musste Lund, um einen gefährlichen Angriff zu verhindern, die Hand um die Scheibe schließen und bekam dafür eine weitere Strafzeit. Und wieder nutzten das die Pinguine.

Zwar verlor Courchaine bei seinem schönen Solo die Scheibe, doch diese sprang zu Hauner, der nicht lang fackelte und mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Pinguine zum 3:1 einnetzte. Wieder dauerte es allerdings nicht lang bis zum Anschluss. Eher zufällig sprang in der 46. die Scheibe zu Lund, der sofort abzog. Das Spielgerät wurde abgefälscht und schlug unhaltbar genau unter der Latte ein. Die Pinguine aber blieben weiter spielbestimmend.

In der 53. allerdings musste man sich nach einer Strafe von St. Pierre einer weiteren Unterzahl erwehren. Dies aber gelang dieses Mal nicht. Einen Schuss von Dineen konnte Klein noch abwehren, doch die Scheibe sprang zu Gotto, der per Direktschuss zum Ausgleich traf. Jetzt war der Gast plötzlich da und hatte nur eine Minute später die Doppelchance zur Führung. Lund scheiterte erst an Klein, eroberte die Scheibe zurück und traf das Lattenkreuz. Doch nur Sekunden später war es doch so weit. Plötzlich kam Lykkesov frei zum Abschluss und ließ Klein aus kurzer Distanz keine Chance. Die Hausherren warfen jetzt natürlich alles nach vorn und nur eine Minute später scheiterte St. Pierre aus spitzem Winkel knapp.

Die große Chance zum Ausgleich gab es dann in der 58., als Courchaine mit einem schönen Solo die nächste Strafe herausholte. Eine Minute Überzahl stand noch auf der Uhr, da ging Klein zu Gunsten eines weiteren Stürmers vom Eis und man drängte mit 6 gegen 4 auf den Ausgleich. Die Scheibe aber wollte nicht mehr ins Tor und so musste man mit einer bitteren 3:4-Heimniederlage den letzten Platz in der Gruppe hinnehmen, den man auch im abschließenden Spiel in Vojens nicht mehr verlassen kann.


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