19.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kein Polizeischutz für Sankt Martin

Kein Polizeischutz für Sankt Martin

Stirbt St. Martins Tradition jetzt aus?

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) möchte, dass Kindergärten, Schulen und Vereine selbst für den Schutz beim Sankt Martins Umzug sorgen.

Düssledorf - Durch diese neue Regelung kommen auf die Kindergärten, Schulen und Vereine erhebliche Kosten zu. Diese müssen dann Straßensperren und zusätzliches Personal bezahlen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine andere Möglichkeit wäre, sich selbst mit Mitgliedern des Vereins oder den Eltern der Kinder abzusichern. Aber in wie weit das wirklich umsetzbar ist bleibt fraglich.

Nun befürchten die Bürger, dass die Tradition eines Sankt Martins-Umzugs komplett ausstirbt, da sich die betroffene Institutionen einen umfassenden Schutz des Umzugs nicht leisten können. Doch nicht nur die Martinsumzüge sollen betroffen sein, sondern auch jegliche Straßenveranstaltungen, wie zum Beispiel der Karneval oder ein Marathon. Innenminister Jäger begründet die Entscheidung damit, dass ein Veranstalter alle Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen, die die Straßen mehr als im Verkehr üblich beanspruchen, so planen soll, dass sowohl die Sicherheit als auch die Ordnung des allgemeinen Verkehrs nicht gestört wird.

Eine Regelung des Verkehrs duch die Polizei kommt nur dann in Frage, wenn Straßensperrungen, Verkehrsverbote, Ordner oder alternative Streckenführungen, die von der Straßenverkehrsbehörde veranlasst wurden, nicht ausreichen. Veranstalter von Martinsumügen müssen sich deshalb auch weiterhin eine Genehmigung der Kommune einholen.


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