16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kein Durchbruch im Kita-Tarifkonflikt in Sicht

Kein Durchbruch im Kita-Tarifkonflikt in Sicht

Verdi-Mitglieder sollen über Schlichterspruch abstimmen

Im Kita-Tarifkonflikt ist trotz eines Schlichterspruchs kein Durchbruch in Sicht.

Frankfurt am Main - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte in Frankfurt am Main an, die Gewerkschaftsmitglieder in den kommenden vier Wochen über die Empfehlung der Schlichter oder ein neues Verhandlungsergebnis mit den Arbeitgebern abstimmen zu lassen. Die Verhandlungen sollten noch am Abend wieder aufgenommen werden und voraussichtlich am Donnerstag andauern.

Auf einer Streikdelegiertenkonferenz berieten rund 300 Gewerkschafter über den am Dienstag vorgelegten Schlichterspruch, der unterschiedliche Lohnsteigerungen für verschiedene Beschäftigungsgruppen vorsieht. Die Empfehlung sei von den Delegierten "überwiegend sehr kritisch" gesehen worden, sagte Bsirske. Es habe aber unterschiedliche Bewertungen darüber gegeben, ob die Empfehlung hingenommen oder abgelehnt werden sollte. Die Mitglieder seien nun am ehesten in der Lage einzuschätzen, ob das Ergebnis hingenommen werde oder die Streiks fortgesetzt würden.

Verdi will zuvor aber noch einmal mit den Arbeitgebern auf Basis des Schlichterspruchs verhandeln. Er hoffe, dass dabei noch einmal Bewegung möglich sei, sagte Bsirkse. In den bisherigen Gesprächen sei die Bereitschaft auf Seiten der Arbeitgeber aber nicht besonders groß gewesen. Bis in die Schlichtung hinein hätten sie "extrem gemauert".

Über weitere Kita-Streiks soll laut Bsirske am Freitag die Bundestarifkommission beraten. Er betonte aber zugleich, dass jetzt der Akzent auf der Diskussion im Betrieb liege.

Nach mehrwöchigen Streiks in Kindertagesstätten und anderen sozialen Einrichtungen der Kommunen hatten sich beide Seiten Anfang Juni auf eine Schlichtung verständigt. Die Gewerkschaften hatten für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale gefordert, was ihren Angaben nach letztlich zu im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt führen sollte. Die Empfehlungen liegen zum Teil deutlich darunter.

(xity, AFP)


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