Karliczek fordert Chancengleichheit für Abschlussjahrgänge in Corona-Zeiten

Bildungsministerin: Firmen und Unis müssen Prüfungen als gleichwertig anerkennen

Angesichts der Schulschließungen während des derzeitigen Corona-Lockdowns pocht Bundesbildugnsministerin Anja Karliczek (CDU) auf Chancengleichheit für die Abschlussjahrgänge.

Berlin - "Wir müssen dafür sorgen, dass auch im Schuljahr 2020/2021 die Bildungsziele so weit wie möglich erreicht werden", sagte Karliczek den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Auch müsse sichergestellt werden, dass die Prüfungen in diesem Jahr von den Betrieben und Hochschulen als gleichwertig zu allen anderen Jahren anerkannt würden.

Karliczek äußerte sich besorgt über die Lage der betroffenen Schüler: "Viele Jugendliche, die etwa vor dem mittleren Schulabschluss oder dem Abitur stehen, sind derzeit stark verunsichert." Sie wüssten nicht, ob sie sich ausreichend auf die Prüfungen vorbereiten könnten und ob ihre Abschlüsse als vergleichbar mit denen der vorherigen Jahrgänge angesehen würden. Die Ministerin appellierte an die Lehrer, sich besonders um die Abschlussklassen zu kümmern. Diese Schüler bräuchten derzeit "viel Zuspruch und Unterstützung".

Wegen der hohen Infektionszahlen sind seit Mitte Dezember im Rahmen eines harten Lockdowns die Schulen in Deutschland weitgehend geschlossen. Der Lockdown wird noch bis mindestens zum 31. Januar in Kraft sein.

(xity, AFP)