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Kardinal Marx plädiert für Bußzeit von Geschiedenen

Nach Ablauf soll Wiederzulassung zu Sakramenten stehen

In der Diskussion um den Umgang der katholischen Kirche mit Geschiedenen hat sich der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Marx, für eine Bußzeit ausgesprochen.

In der Diskussion um den Umgang der katholischen Kirche mit Geschiedenen hat sich der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz, Reinhard Marx, für eine Bußzeit ausgesprochen. Sie solle ermöglichen, dass Geschiedene, "die ihr Scheitern anerkennen, nach einer Bußzeit eine Wiederzulassung zu den Sakramenten beantragen können", sagte der Kardinal der "Welt am Sonntag". Einen entsprechenden Vorstoß habe der deutsche Kardinal Walter Kaspar in Rom gemacht.

"Die Kardinäle haben sehr unterschiedlich auf diesen Vorschlag reagiert", sagte Marx. "Ich persönlich halte ihn für einen gangbaren Weg, der aber immer auf einzelne Fälle bezogen sein muss." Schon gleich nach seiner Wahl an die Spitze der Bischofskonferenz am Mittwoch hatte sich Marx für einen nachsichtigeren Umgang mit Geschiedenen ausgesprochen.

In dem Interview mit der "Welt am Sonntag" sprach sich Marx außerdem gegen eine starke Dezentralisierung der katholischen Kirche aus. "Ich sage klar: Wir brauchen eine starke Zentrale, Rom ist wichtig für die katholische Kirche", sagte er. "In den großen, wichtigen Fragen wie etwa auch dem Zölibat oder der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen wird weiterhin eine gemeinsame, gesamtkirchliche Entscheidung notwendig sein."

© 2014 AFP


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