16.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Kanzleramtschef: London sollte Folgen eines EU-Austritts noch einmal überdenken

Kanzleramtschef: London sollte Folgen eines EU-Austritts noch einmal überdenken

Altmaier: Späterer Wiedereintritt "würde lange dauern"

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) sieht keine Eile bei der Umsetzung eines EU-Austritts Großbritanniens.

Berlin - "Die Politik in London sollte die Möglichkeit haben, noch einmal die Folgen eines Austritts zu überdenken", sagte Altmaier den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montagsausgaben). Wenn Großbritannien erst einmal tatsächlich ausgetreten sei, sei das "ein schwerer Einschnitt mit vielen Konsequenzen".

Natürlich könnten die Briten dann später erneut einen Beitrittsantrag stellen, "aber das würde lange dauern", sagte Altmaier.

Das Kanzleramt setzt damit die Akzente anders als Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Steinmeier und weitere EU-Außenminister wollen ebenso wie das EU-Parlament ein zügiges Austrittsverfahren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Samstag gesagt, das Verfahren solle "nicht ewig dauern". Sie würde sich aber "auch nicht wegen einer kurzen Zeit verkämpfen".

Bei der Volksabstimmung hatten am Donnerstag knapp 52 Prozent der Briten für den Austritt aus der EU gestimmt.

(xity, AFP)


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