Kanalbau und Leitungserneuerungen in Krefeld

Stadtwerke investieren 28 Millionen Euro

Seit Jahren investieren die Stadtwerke Krefeld Millionenbeträge in ihre Infrastruktur, so auch in diesem Jahr.

Krefeld - Damit die Kunden der SWK weiterhin zuverlässig mit Energie und Trinkwasser versorgt werden und die Abwasserableitung gewährleistet ist, werden 28 Millionen Euro investiert. Auch die Nutzung der modernen Niederflurstraßenbahnen soll möglichst komfortabel und vor allem sicher erfolgen. Daher saniert die SWK regelmäßig Teile des Schienennetzes und setzt ihr Haltestellenumbauprogramm weiter sukzessive um, damit ein nahezu stufenloser Ein- und Ausstieg ermöglicht wird. "Krefeld ist im Aufbruch, hier ist jede Menge los", sagte Dorothee Winkmann bei der Vorstellung der größten Maßnahmen. Sie machte allerdings auch keinen Hehl daraus, dass es hier und da zu Verkehrsbehinderungen kommen wird und Umleitungen gefahren werden müssen.

"In zahlreichen Stadtteilen entsteht neuer Wohnraum durch Sanierung oder Neubau, die Innenstadt wird weiter modernisiert, es wird viel gebaggert, gebuddelt und gearbeitet. Solche Entwicklungen sind aber nicht möglich, ohne eine Erschließung und zuverlässige, moderne Ver- und Entsorgung. Leitungen und Hausanschlüsse müssen neu verlegt oder modernisiert werden, die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln will gewährleistet sein." Wert legen die Stadtwerke darauf, dass ein Großteil des investierten Geldes in der Region bleibt. Wo möglich, werden Handwerksbetriebe aus Krefeld und der Region beschäftigt. Damit die Koordination möglichst reibungslos funktioniert und die Belastungen für die Anwohner und den Handel gering sind, wird die Planung im Vorfeld mit der Stadt Krefeld abgestimmt. Nach Beendigung der SWK-Bauarbeiten wird die Straßenoberfläche provisorisch erstellt. Anschließend erfolgt noch die finale Wiederherstellung durch die Stadt Krefeld.

Die Investitionen in den Kanalbau nehmen mit rund 13 Millionen Euro erneut den größten Teil ein. Für Elektrizitätsleitungen werden etwa drei Millionen Euro investiert, bei Gasleitungen sind es 3,1 Millionen Euro, bei den Fernwärmeleitungen rund 1,3 Millionen Euro und in den Erhalt der Trinkwasserleitungen fließen in diesem Jahr rund zwei Millionen Euro. Für Gleisbauarbeiten sind etwa 3,3 Millionen Euro geplant. Außerdem wird das Haltestellenumbauprogramm mit einem Investitionsvolumen von rund 2,2 Millionen Euro fortgesetzt.

Einige Leitungserneuerungen im Innenstadtbereich mussten die SWK im vergangenen Jahr aufgrund der Neugestaltung des Haltestellenbereichs ?UdU/Rheinstraße" zurückstellen. Jetzt aber können zum Beispiel auf der Friedrichstraße neue Trinkwasser- und Elektrizitätsleitungen im Zuge des Neubaus der Sparkasse verlegt werden. Auch im Bereich Alte Linner Straße und Neue Linner Straße müssen verschiedene Leitungen erneuert und der Kanal ausgebessert werden. Auf der Marktstraße werden zum Teil die Trinkwasserleitungen modernisiert, die Königstraße erhält zwischen Südwall und Stephanstraße neue Fernwärmeleitungen. Weiterhin fortgesetzt werden die Arbeiten auf der Moerser Straße, wo man auch den Ring kreuzen muss. "Aktuell laufen Planungen, dies unterirdisch geschehen zu lassen", schildert Andreas Horster von der Stadtentwässerung, die eng mit den Stadtwerken zusammenarbeitet. Hintergrund ist natürlich, eine Belastung des Verkehrs zu vermeiden. Dies wird an einigen Baustellen allerdings nicht zu vermeiden sein. Ab April werden zum Beispiel Elektrizitätsleitungen am Preußenring verlegt, was unweigerlich zu Verkehrsproblemen führen wird. An der Gutenbergstraße müssen sich Autofahrer ab Juni auf Staus einstellen. Das Haltestellenumbauprogramm wird in Fischeln für kurzzeitige Engpasse sorgen, werden doch hier die Haltestellen Rathaus, Stadtpark und Eichhornstraße umgebaut. Entsprechende Verkehrskonzepte werden für alle Bereiche noch erstellt und sollen die Belastung verringern.

"Die Anwohner werden im Vorfeld jeder Baumaßnahme mit einer Hauswurfsendung über die anstehenden Arbeiten und deren Umfang informiert. Zudem wird jeweils ein Baubeauftragter seitens der SWK benannt. Dieser ist den Anwohnern namentlich bekannt und kann Auskünfte über den Fortgang der Arbeiten geben. Ein Baustellenschild enthält außerdem die wichtigsten Informationen zu den Arbeiten", erklärt Winkmann.

In Krefeld liegen etwa 2100 Kilometer Nieder- und Mittelspannungskabel, rund 720 Kilometer Gasleitungen, rund 835 Kilometer Trinkwasserleitungen und etwa 790 Kilometer Abwasserkanäle. Das Schienennetz erstreckt sich über 83 Kilometer. Das macht in der Summe mehr als 4500 Kilometer an Leitungen und Schienen.