01.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> K20 zeigt Ausstellung "Thomas Ruff"

K20 zeigt Ausstellung "Thomas Ruff"

Werke des Düsseldorfer Fotografen

Mit der Ausstellung "Thomas Ruff" zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen eine umfangreiche Überblicksschau über einen der wichtigsten Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule.

Düsseldorf - Die Ausstellung spannt einen Bogen von Serien der 1990er-Jahre, die Ruffs einzigartigen konzeptuellen Zugang zur Fotografie dokumentieren, bis hin zu einer neuen Serie, die nun erstmals in K20 zu sehen ist: Für "Tableaux chinois" griff Ruff auf chinesische Propagandafotografien zurück. Parallel zur Ausstellung von Thomas Ruff zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ebenfalls in K20 eine Sammlungspräsentation mit dem Titel "Technology Transformation. Fotografie und Video in der Kunstsammlung", in der es auch um die künstlerische Fotografie und technische Bildgebungsverfahren in der Kunst geht.

"Mit seinen Bearbeitungen von Fotografien aus vielen unterschiedlichen Quellen kommentiert Thomas Ruff auf ungemein kluge Weise das Sehen von Bildern in einer digitalisierten Welt. Durch seinen virtuosen Umgang mit der digitalen Bildbearbeitung konfrontiert er uns mit einer kritischen Betrachtung des von ihm verwendeten Bildmaterials und mit dessen historischer, politischer und erkenntnistheoretischer Bedeutung. Einige seiner bedeutendsten Serien sind in unserer Sammlung vertreten und wir sind sehr stolz, diesem prominenten Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule eine große Ausstellung in K20 zu widmen", so Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Thomas Ruff (*1958) ist einer der international bedeutendsten Künstler seiner Generation. Bereits als Student in der Klasse der Fotografen Bernd und Hilla Becher an der Kunstaka-demie Düsseldorf wählte er in den frühen 1980er-Jahren einen konzeptuellen Zugang zur Fotografie, der sich in allen Werkgruppen seines vielgestaltigen Œuvres zeigt und seinen Umgang mit den unterschiedlichsten Bildgattungen und historischen Möglichkeiten der Fotografie bestimmt. Um seine Erkundungen im fotografischen Feld nicht an dem einzelnen zufällig gefundenen Bild festzumachen, sondern in Bezug auf Bildgattungen und Genres zu überprüfen, arbeitet Thomas Ruff in Serien: "Ein Foto", sagt Ruff, "ist ja nicht nur ein Foto, sondern eine Behauptung. Um die Richtigkeit dieser Behauptung zu prüfen, reicht eben ein Foto nicht aus; ich muss das an mehreren Fotos überprüfen." Die Ausstellung in K20 konzentriert sich auf Bildserien aus zwei Jahrzehnten, bei denen der Künstler kaum noch selbst eine Kamera zur Hand nahm. Für seine oft großformatigen Bilder verwendete er stattdessen vorhandenes fotografisches Material unterschiedlichster Herkunft.


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