16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Justizminister wollen mehr gegen Cybermobbing vorgehen

Justizminister wollen mehr gegen Cybermobbing vorgehen

Rechtlicher Schutz der Opfer soll verbessert werden

Der Schutz für Mobbingopfer im Internet soll stark verbessert werden.

Binz - Auf ihrer Frühjahrskonferenz im Ostseebad Binz sprachen sich die Ressortchefs für einen verbesserten strafrechtlichen Schutz der Opfer und effektivere Melde- und Löschmechanismen in sozialen Netzwerken aus, wie Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) mitteilte. Zugleich baten die Länderminister Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) um Prüfung, durch welche konkreten Maßnahmen der strafrechtliche Opferschutz verbessert werden kann.

"Cybermobbing unter Jugendlichen und Erwachsenen nimmt immer weiter zu", mahnte Schiedek. Präventionsarbeit bleibe der wichtigste Ansatz, um Mobbing über das Internet einzudämmen. "Wir müssen aber auch die Opfer strafrechtlich besser schützen. Es klafft eine Lücke zwischen dem geringen Unrechtsbewusstsein der Täter und den oft gravierenden Folgen für die Opfer." Notwendig sei "ein deutliches Signal gegen Cybermobbing". "Ehr- und Persönlichkeitsverletzungen im Internet haben eine andere Wirkung, als sie der Gesetzgeber vor rund 150 Jahren vor Augen hatte."

Die Justizminister riefen zugleich die Betreiber sozialer Netzwerke auf, ihrer Verantwortung noch stärker gerecht zu werden. Sie könnten beispielsweise durch Hilfe- und Beratungsteams sowie kurzfristig wirkende Melde- und Löschmechanismen den Schutz von Opfern verbessern.

(xity, AFP)


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