27.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Jusos fordern Rot-Rot-Grün im Bund "spätestens 2017"

Jusos fordern Rot-Rot-Grün im Bund "spätestens 2017"

Vorsitzende Uekermann für Urwahl des Kanzlerkandidaten

Die SPD-Nachwuchsorganisation hat sich für ein baldiges Ende der großen Koalition und für die Öffnung der Partei in Richtung Rot-Rot-Grün ausgesprochen.

Berlin - "Wir Jusos und weite Teile der SPD wollen die große Koalition beenden, um unsere Ideen umzusetzen. Spätestens 2017", sagte die Vorsitzende der Jungsozialisten, Johanna Uekermann, der Zeitung "Die Welt". "Wenn es für Rot-Grün nicht reicht, ist das beste Bündnis Rot-Rot-Grün."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe "keinen Plan", wie sie die vielen Probleme in Deutschland angehen wolle, sagte Uekermann weiter. Mit Linken und Grünen sei "eine sozialere und gerechtere Politik möglich als mit der CDU/CSU". Linke und Grüne hätten "da allerdings noch einige Schritte zu gehen".

Ob Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ein guter Regierungschef sei, "wird sich zeigen", so die Juso-Chefin. Sie sprach sich dafür aus, Ramelow oder andere Köpfe der Linken zu einem SPD-Parteitag einzuladen. "Ich fände das gut. Das könnte eine spannende Debatte werden. Impulse von außen schaden nie. Claudia Roth hat ja auch schon bei einem Parteitag der SPD geredet."

Uekermann sprach sich zudem dafür aus, den nächsten SPD-Kanzlerkandidaten durch die eigenen Mitglieder bestimmen zu lassen: "Unser Kanzlerkandidat darf nicht wieder von drei älteren Männern in einem Hinterzimmer ausgekungelt werden. Ich wünsche mir einen offenen, demokratischen Entscheidungsprozess." Eine Urwahl aber mache nur bei mindestens zwei Kandidaten Sinn. In einer "fernen Zukunft" sei es "ganz schön, wenn die SPD eine Frau zu ihrer Kanzlerkandidatin machen würde", fügte Uekermann hinzu.

(xity, AFP)


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