30.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Junge Mediziner für Arbeit in Praxen umworben

Junge Mediziner für Arbeit in Praxen umworben

Viele niedergelassene Ärzte gehen in Ruhestand

In den kommenden Jahren dürften zehntausende niedergelassene Ärzte in den Ruhestand gehen.

Berlin - Ärztevereinigungen werben bei jungen Medizinern verstärkt für die Arbeit in einer Praxis. Bis zum Jahr 2021 gehen schätzungsweise 51.000 niedergelassene Ärzte in den Ruhestand, wie Regina Feldmann, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), in Berlin erklärte. Zugleich steige angesichts der älter werdenden Bevölkerung die Nachfrage nach medizinischen Leistungen.

Mit einer Kampagne wirbt die KBV daher noch bis Ende Mai auf rund 830 Plakaten in 37 Universitätsstädten um Nachwuchs für die Praxen. Medizinstudenten könnten sich zudem im Internet über Fragen rund um die Niederlassung informieren und "im Idealfall für die Arbeit im Praxisteam oder die eigene Praxis entscheiden", erklärte KBV-Chef Andreas Gassen.

Nach Angaben der KBV gibt es in manchen Regionen bereits einen Ärztemangel. Rund 35.200 Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Deutschland sind demnach über 60 Jahre alt; nur rund 4700 niedergelassene Ärzte sind jünger als 40 Jahre.

Die Kassen begrüßten die Kampagne. Obwohl Deutschland so viele Ärzte wie noch nie habe, gebe es gerade "im Bereich der Hausärzte erste Versorgungslücken auf dem Land", erklärte Florian Lanz, Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

(xity, AFP)


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